A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 39. (2000)

KÁPOLNAI Iván: Mezőkövesd város és környéke népességének alakulása a 20. század elejéig

nördlichen Rande des Tieflandes, im Mittelpunkt liegt die wegen der „matyó" Volkskunst und des Heilbades bekannte Stadt - der ehemalige Marktflecken ­Mezőkövesd. Der Verfasser legt die Entstehung, die kurze mittelalterliche Geschichte der Siedlungen ab ihrer ersten urkundlichen Erwähnung dar. Aufgrund der Angaben der Steuerkonskriptionen und hauptsächlich der Zehntkornregister wird die Bevölkerung der Region in der Mitte des 16. Jahrhunderts auf etwa 4 Tausend geschätzt, und die späteren angaben zeigen großen Schwankungen der Bevölkerung. Die auf der Grundlage der Steuerkonskriptionen aus den Jahren 1715-20 falsch geschätzten, und andere zu niedrige Bevölkerungszahlen früherer lokalgeschichtlichen Arbeiten werden durch Vergleiche verschiedener Quellen und Berücksichtigung der Eintragungen der schon seit 1676 geführten römisch-katholischen Matrikeln von Mezőkövesd mindestens auf 5-6 Tausend erhöht. Nach der Türken-Herrschaft wird über bedeutende Migration, organisierte und spontane Einwanderungen informiert. Die Protokolle der im Jahre 1746 staggfefundenen Kirchenbesuche („Canonica Visitation") berichten von der Bevölkerungszahl der einzelnen Ortschaften, insgesamt etwa 13 Tausend Seelen, mit einem Anteil von 54,3% der römisch Katholiken und 40,7% der Kalvinisten. Die in den 1780-er Jahren organisierte erste Volkszählung in Ungarn weist mehr als 25 Tausend Bevölkerung in Verteilung nach Geschlecht und Familienzustand aus. Außer der Zahl der Wohnhäuser und Familien (so auch der durchschnittlichen Familiengröße) informieren die Angaben über die sozial-ständische Gliederung der männlichen Bevölkerungs: Adelige, Bürger, Bauern, Kämer (Inquiline) und andere soziale Schichten, sogar auch über Altersgruppen. Nach der Berichtigung der Angaben der kirchlichen Registrierung aus dem Jahre 1804 (insgesamt mehr als 25,5 Tausend Seelen) untersucht der Verfasser je Ortschaften den Maß der Vermehrung der Bevölkerung und auch die Änderung der Bevölkerungsstruktur laut Religion und Muttersprache (ethnische Struktur). Er verwendet dabei die Behauptungen der lateinsprachigen, handschriftlichen Landesbeschreibung von Matthias Bél aus den 1730-er Jahren, vergleicht sie mit mehreren Quellen, und weist auf einige Wiedersprüche hin. Trotz der Schwierigkeiten wird versucht, den Prozententeil der Bevölkerung nicht-ungarischer Muttersprache anzugeben. Die Zahl der römisch Katholiken vermehrte sich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in hervorragendem, die der Kalvinisten in gemässigtem Maße. Die der griechisch Katholiken und Lutheraner dagegen verminderte sich. Infolge dieser Änderungen vertritt die katholische Religion am Anfang des 19. Jahrhunderts mehr als 60% und der Prozentanteil der Protestanten ging auf 37% zurück. Die Zahl der Israeliten vermehrte sieht so sehr, daß sie 2% der Bevölkerung vertraten, im Jahre 1746 nur 0,7%. Diese Tendenzen setzten sich auch im weiteren Laufe des 19. Jahrhunderts fort. Die Änderungen in der Zahl und Zusammensetzung der Bevölkerung sind bis Anfang des 19. Jahrhunderts im Anhang mit Tabellen illustriert. Jván Kápolnai 290

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