A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 37. (1999)

KOÓS Judit: Újabb adatok a kora bornzkori Makó-kultúra elterjedéséhez és időrendjéhez Északkelet-Magyarországon

NEUERE ANGABEN ZUR VERBREITUNG UND ZUR CHRONOLOGIE DER MAKÓ-KULTUR IN NORDOSTUNGARN Über die Verbreitung der Makó-Kulttur im Komitat Borsod (-Abaúj-Zemplén) hatten wir keine Kenntnisse bis zum Anfang der 80er Jahre unseres Jahrhunderts. Die alte Feststellung sollte nur anhand der Ausgrabungen von P. Patay in Tiszaluc-Sarkad (die er dort 1974-1990 durchführte) und aufgrund der rumänischen Forschungen verä ndert werden, dengemäß die Makó-Kultur nicht nur das ausgedehnte Gebiet von Nordostungarn, doch auch die nordwestliche Zone von Siebenbürgen eroberte (Kalicz 1981; Németi 1979; Roman-Németi 1989, 245). Tiszalúc kam zur hervorragenden Bedeutung nicht nur wegen der neuen Verbreitung der Makó-Kultur, sondern auch deswegen, daß das Verhältnis zwischen der Makó- und der Nyírség-kultur im Bereich von Tiszalúc erstenmal in Ungarn festgestellt werden konnte. Nämlich liegt Tiszaluc­Sarkad mit der Siedlung der Makó-Kultur nur in 1,5 km Entfernung von Tiszaluc­Dankadomb, wo die Siedlungsreste der Nyírség-Kultur, ohne daß ihre Funde vermischt w ären, zum Vorschein kamen (Kalicz 1968, 72-73; 1981). Anhand dieser horizontalen Stratigraphie konnte N. Kalicz feststellen, daß sich die chronologische Verbindung zwischen der zwei Kulturen gegensätzlich zu den früher angenommenen Gleichzeitigkeit zur Nacheinanderfolge umwandelte. Daselbe Verhältnis wiederholte sich bei Polgár (Kom. Hajdú-Bihar) und in Nordwest-Siebenbürgen (Sz. Máthé et al. 1997, 59-60, Né­meti 1979; Roman-Németi 1986, 212-218; 1989, 245). So wurde die Makó-Kultur zum Repräsentant der ersten Phase der Frühbronzezeit (FB I), und die Nyírség-Kultur zu der zweiten Phase der Frühbronzezeit (FB II) gleichzeitig mit dem Komplex der Frühnagyrév-Kultur geworden. Das schwerwiegende Problem der Bronzezeitforschung ist die Bestimmung des genauen Verbreitungsgebiet der Makó-Kultur nicht nur in Westungarn, sondern auch in Nordostungarn. Dasselbe Problem tritt auch in Zusammenhang mit dem der Nyírség­Kultur auf. Anhand der neueren Forschungen wurde es klar, daß das Siedlungsgebiet der Nyírség-Kultur im Wesentlichen das der Makó-Kultur mit der obenerwähnten relativchronologischen Folgen überlappte. Früher war die Hypothese über das Weiterleben der Makó-(Kosihy-Čaka)-Kultur im Verlauf der zweiten Phase der Frühbronzezeit (FB II) nur in der Slowakei angenommen, da dort keine derentsprechende kulturelle Erscheinung bekannt ist. Ähnliche Situation konnte auch in Nordungarn auf dem Gebiet nördlich des Frühnagyrév Siedlungsgebiet und westlich der Nyírség­Verbreitung festgestellt werden, wo sich keine von diesen Kulturen verbreitete. Zur Lösung dieses Problem leisteten die Ausgrabungen bei Oszlár wichtige Stützpunkte. Anhand der in Zusammenhang mit dem Autobahbau seit 1993 durchgeführten Rettungsgrabungen im südlichen Teil des Komitats Borsod gelang es die Verbreitungskarte der Makó-Kultur mit neueren Fundorten bereichert werden. Bei Me­zőkövesd wurde ein vereinzeltes Komplex, vermutlich ein beschädigtes Brandgrab freigelegt (Abb. 1). Bei Mezőkeresztes und Gelej kamen mehrere Siedlungsobjekte mit reichem Fundmaterial zum Vorschein. Diesen folgte unsere Grabung noch östlicher, bei Oszlár 1996-97 (Abb. 3-14). Der Fundort Oszlár-Nyárfaszög liegt in der Nähe des westlichen Grenzgebietes der Nyírség-kultur. Im Verlauf der Ausgrabungen wurden auch mehrere Objekte der Makó­Kultur freigelegt. Unerwartet kam ein typischer Krug der Nyírség-Kultur (Abb. 13, 1) aus einer ungestörten Siedlungsgrube der Makó-Kultur vor. Aus diesem 126

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