A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 35-36. (1997)
SZABADFALVI József: 19. és 20. századi borotvatokok Borsod megyéből
Szabadfalvi József 1972 Népművészet. Pásztorművészet, fazekasság, csikóbőrös kulacs, mézeskalácsosság, intarzia. In: Hajdú-Bihar megye műemlékei, irodalmi emlékhelyei, népművészete (szerk.): Szöllősi Gyula. Debrecen, 277-316. TESZ 1967-1984 A magyar nyelv történeti-etimológiai szótára. I-IV. Budapest UMTSz 1979-1992 Új magyar tájszótár. I-m. Budapest RASIERHALTER DES 19. UND 20. JAHRHUNDERTS AUS DEM KOMITAT BORSOD Der Rasierhalter ist ein aus Holz geschnitztes und oft verziertes Mittel, daß zur Ablage von ein oder zwei Rasiermessern dient. Der größte Teil der älteren, z.B. in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts angefertigten Rasierhalter haben die Form eines Scheites oder sogar eines Buches und ihr Deckel kann wie bei einem Federkasten herausgezogen werden. Bei den neueren wurde das eine oder andere Ende mit einem Holzstift befestigt und durch das Verrücken irgendeines kleinen Mittels konnte der Dekkel zur Seite bewegt werden. Ihre Hersteller konnten Hirten oder dörfliche, handfertige Schnitzer gewesen sein. Die Rasierhalter wurden im allgemeinen reich verziert. Im Hinblick auf die Ornamentierung kommen folgende Verfahren vor: 1. gravierte, in erster Linie mit Keilgravierung; 2. fein eingeritzte und in die kleinen Vertiefungen wurde irgendein dunkles oder sogar schwarzes Meterial (z.B. mit Wasser vermischter Ruß) eingerieben. 3. Es wurde auch mit der sogenannten Versiegelung verziert. In solchen Fällen wurde die innere Oberfläche der Ornamente aufgekratzt, mit irgendeinem Mittel gerieben und danach mit schwarzem oder rotem Wachs eingeschmiert. Der Wachs blieb an der aufgerauhten Oberfläche haften, von der glatten Oberfläche aber konnte er abgewischt werden. 4. Einige Rasierhalter wurden selten auch mit Reliefschnitzereien verziert. Annähernd die Hälfte der Rasierhalter sind mit einer Jahreszahl versehen, wodurch demnach die Entwicklung der Verzierung verfolgt werden kann. In der Studie werden die Rasierhalter aus dem Komitat Borsod vorgestellt. Deren größter Teil befindet sich im Miskolcer Museum „Ottó Herman", einige werden im Budapester Ungarischen Ethnologiemuseum, bzw. im Burgmuseum „István Dobó", in Eger und im Debrecen „Déri Museum". In der Geschichte unseres Komitates wurden sie zumeist in den südlichen Teilen, in den flachen Gebieten vom Bükkgebirge nach Süden bis zur Theiß benutzt. József Szabadfalvi 651