A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 35-36. (1997)

GYULAI Éva: Négyesi Szepessy János (†1746) és Zsigmond (†1768) halotti zászlaja a Herman Ottó Múzeum Történeti Gyűjteményében

Kirche oder von der Familie aufbewahrt wurde. Die schwarze Fahne stellte den Verstorbenen, die geschmückte Fahne den Lebenden dar. Es scheint so, daß sich der Trauerpomp im 18. Jahrhundert vereinfacht hat und eine einzige Begräbnisfahne geblieben ist. Diese war schwarz, jedoch wurden ihr mit goldener Farbe das Wappen und das Epitaphium aufgemalt, in Erinnerung an die einstmaligen gegoldenen Bestattungsfahnen. Auf den Totenfahnen der Szepessys sind ebenfalls sowohl das Wappen, als auch Aufschrift von goldener Farbe. Das Wappentier der Familie, das Einhorn (monocerus, unicornis) erscheint in der adligen Heraldik Ungarns im 15. Jahrhundert und war im 16.-17. Jahrhundert sehr beliebt. Es kommt im Wappen der von Szapolyai und auch der Sekratär der Königin Maria von Habsburg, der Esztergomer Erzbischof Miklós Oláh, erhielt es als Wappen Verleihung 1548 und 1558 von Kaiser und König Ferdinand von Habsburg. Das Einhorn wird in der bildenden Kunst als rankes, weißes Tier mit paarigen Hufen, Pferdemähne und Hirschkörper dargestellt, mit einem einzigen geschraubten Horn auf der Stirn. Auch in der Heraldik ist das Bild des Einhorns ähnlich, jedoch nimmt es hier eher die Gestalt eines Pferdes an. Sein Bart und seine Hufa nähern sich hier mehr dem Äußeren einer Wildziege, so wurde es auch auf den beiden Totenfahnen gemalt. Éva Gyulai 223

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