A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 35-36. (1997)

BAJÁK László: Címerek a gyászszertartásokon, halotti címerek a 19. századból

WAPPEN AUF DEN TRAUERZEREMONIEN, TOTENWAPPEN AUS DEM 19. JAHRHUNDERT Ein in den Kreisen des ungarischen Adels allgemein verbreiteter Brauch war, gemalte Totenwappen anzufertigen. Der erste Teil der Studie betrachtet die angenommenen mittelalterlichen Vorgänger der Totenwappen der Neuzeit, die am Grabkreuz angebrachten, auf den Grabstein gelegten und an den Kirchenwanden aufgehängten Wappenschilder der Toten, beziehungsweise das Vorkommen von Fahnen und Waffen. Ab dem Beginn des 17. Jahrhunderts werden hauptsächlich die Stilveränderungen und die Funktionsveränderungen der bei den Trauerzeremonien verkörperten Rollen der auf Papier und Seide gemalten Totenwappen skizziert. Die Totenwappen gaben über ihre Funktion zur Verzierung hinaus den Trauernden Kenntnis über Rang, Ehren, Auszeichnungen, über die Daten der Geburt und des Todes, manchmal sogar über seine Vorfahren und Ehepartner des Toten. Die Totenwappen wurden im Trauerzug getragen, sie wurden in der Kirche und an der Bahre angebracht, schließlich gelangten sie mit dem Sarg zusammen auch in die Krypta. Die Totenwappen verkörperten aber in verziert geschnitzter Form oder als Goldschmiedearbeit gleichzeitig an der Kirchen wand aufgehängt den Verstorbenen. Die Studie gibt eine heraldische Beschreibung der als Teil des Bestands des Ungarischen Nationalmuseums in der Abteilung für neueste Geschichte aufbewahrten, zum Teil mit herausragenden Persönlichkeiten zusammenhängenden 11 Totenwappen (József Petrovich, f 1818, József Ürményi f 1825, Károly Kisfaludy 1 1830, Graf Ignác Gyulai tl831, Mihály Györgyi f 1858, Graf István Széchenyi 1 1860, Florent Simon 1 1873, Herzogin Mária Terézia von Thurn und Taxis t 1874, Herzogin Frau Pál Eszterházy 1 1876, Graf Károly Zichy 1 1876, Graf György Károlyi 1 1877), ohne die geneologischen, archontologischen und faleristischen Bezüge auszulassen. László Baják 191

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