A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 35-36. (1997)
RÉMIÁS Tibor: Miskolc mezőváros 18. századi lakóinak jogi státusa és rétegződése (a Miskolc monográfia vonatkozó fejezetének tervezete)
DER RECHTLICHE STATUS UND DIE EINTEILUNG DER SCHICHTEN DER BEVÖLKERUNG DER PROVINZSTADT MISKOLC IM 18. JAHRHUNDERT Der Autor hat 1994 seine Dissertation mit dem Titel „Die Gesellschaft von Miskolc im 18. Jahrhundert auf der Grundlage der Zusammenschreibungen des Feudalzeitalters" angefertigt. Die vorliegende Studie stellt einen Teil dieser umfassenden wissenschaftlichen Arbeit dar. Die Arbeit macht einen Versuch, die Gesellschaft von Miskolc im 18. Jahrhundert vorzustellen. Unsere Aufgabe war nicht einfach, da ja die Kenntnisse um eine Quellengruppe (die Conscriptio) herum gesammelt wurden, mit der die Schichten der Gesellschaft der Stadt vorstellbar gemacht werden sollten. Den Namen von Miskolc hörend werden in der Geschichte der Stadt weniger Erfahrene erwarten, daß auch bereits im 18. Jahrhundert nur die Vorstellung einer Stadt der Handwerker und Händler erfolgen kann. Das ist alles zum Teil wahr, aber außerdem fällt auch Licht darauf, daß in dieser Zeit im Leben der Miskolcer Bürger die Weingrundstücke und die Keller bestimmend waren. Auf diese wirtschaftliche Erscheinung wurde auch schon Ferenc Rákóczi IL aufmerksam, als die Weinwirtschaft in der Vermögenslage der Miskolcer Bürger einen zentralen Platz einnahm. Auch die Stadtbeschreibung, die Mátyás Bél schrieb, betont den Entwicklungsstand der Weinkultur, ihre Identität mit der in Hegyalja. Die Dissertation ist in fünf aufeinander aufbauende, jedoch voneinander getrennte Kapitel gegliedert. Sie beginnt mit der Vorstellung des Bildes von Miskolc im 18. Jahrhundert, bei der die Landkarten, Zusammenschreibungen und Volkszählungen eine Hilfe bildeten. Darauffolgend wird die Besitzgeschichte eines Jahrhunderts der Stadt zusammengefaßt, dann kommt der rechtliche Status der Stadtbewohner (privilegierte Stadtbewohner, Contribuens, rechtliche Vertretung der Stadt) zur Erörterung. Als am besten und von den meisten Gesichtspunkten her ausgearbeitetes Kapitel der Dissertation betrachten wir den Teil der in mehreren Richtungen ausgeführten Gliederung der Stadtbevölkerung (die Zusammensetzung der Bevölkerung nach Glauben, Beschäftigung, Vermögen, Nationalität). Schließlich beendet der gesellschaftliche Überblick über die Bildungs-, Vergnügungs- und Kleidungsbräuche der Miskolcer im 18. Jahrhundert den gesellschaftlichen Überblick. Mit dieser im 18. Jahrhundert ausgeführten tiefgehenden Schürfung in der Gesellschaftsgeschichte möchten wir den sich mit der Vergangenheit der Stadt beschäftigenden Gesellschaftshistoriker eine Hilfe bieten, ihnen eine Hilfe in die Hände legen. Im Laufe der Arbeit drückt der Autor mehrmals sein Bedauern darüber aus, daß noch viele solche Forschungsthemen auf ihre Aufarbeitung warten, sogar unter den Aufschlüssen der Vergangenheit eines Jahrhunderts der Stadt, welche eine so perfekt wie mögliche Darstellung des gesellschaftlichen Bildes zwischen zwei festgelegten Intervallen erschwerten. Wir glauben, daß ausreichend betont wurde, daß die Stadt Miskolc ein solcher Schauplatz der Gesellschaft des 18. Jahrhunderts war, auf dem der Adel mit einem Anteil von über 30% vertreten war, ein Drittel der Contribuens Handwerker waren, jedoch die eine zahlenmäßig geringere Schicht der griechischen und jüdischen Händler die kapitalkräftige Schicht der Bevölkerung bildete. In Hinsicht auf die Glaubensrichtungen konnten wir eine reformierte Mehrheit der Stadt kennenlernen, in der sich die Zahl der Katholiken derartig erhöht, daß diese im ersten Viertel des 19. 151