A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 33-34. (1996)
VIDA Gabriella: Néprajzi ásatás kerámiái Mezőcsáton
IRODALOM Domanovszky Gy., 1953 Mezőcsáti kerámia. Magyar Népművészet XVII. Bp. Füvessy A., 1991 A mezőcsáti fazekasság történetére vonatkozó újabb adatok. HOM Évk. XVIII-XXIX. 413-^24. 1995 Ismeretlen mezőcsáti fazekas-család a múlt század elejéről. Kéziratban, megjelenés alatt. Kresz M., 1960 Újonnan szerzett mezőcsáti cserépedények. NÉ. XLII. 161-179. 1969 A Kerámiagyüjtemény gyarapodása. NÉ. LI. 78-89. 1991 Magyar fazekasművészet. Bp. Vida G., 1993 Egy néprajzi ásatás tanulságai. Kerámiatörténeti vizsgálatok. HOM Közi. 28. 72-75. KERAMIK AUS DEN ETHNOGRAPHISCHEN AUSGRABUNGEN IN MEZŐCSÁT Mezőcsát ist eine von Nachkommen reformierter Kleinadeliger bewohnte Kleinstadt auf der ungarischen Tiefebene, wo die niveauvollsten Stücke der ungarischen bleiglasierten Töpferei hergestellt wurden. Die erhalten gebliebenen Gegenstände gehören der Kategorie der Zierkeramik an: auf Bestellung hergestellte, gehütete, außer der Zierfunktion nicht in Verwendung genommene Gefäße. Ihre Verzierung geht auf eine Vorgeschichte bis in die Renaissaince zurück. Die Eigenart der Mezőcsáter Gebrauchskeramik, die zwar in größerer Anzahl hergestellt, aber auch abgebraucht wurde, war bis dahin unbekannt. Der letzte Töpfermeister starb in 1927, eine gegenwärtige Sammlung ist daher nicht möglich. 1991 ließ das Herman Ottó Museum am Hof, wo der letzte Töpfermeister gelebt hatte, Ausgrabungsarbeiten durchführen. Wir suchten nach den Bruchteilen der verzierten, gemalten, aber beim ersten Brennen kaputtgegangenen, nicht glasierten Gefäße. Sie wurden in der Regel im hinteren Teil des Hofes begraben. Der Aufsatz beschreibt und analysiert den Inhalt solch einer Abfall grübe und die etwa 150 aus den unzähligen Bruchstücken rekonstruierten Gefäße. Es handelt sich um Bruchteile von Gefäßen aus 1892 aus der Werkstatt des Bruderpaares Kovács Bálint und Kovács Dániel. All die rekonstruierten bzw. restaurierten Gefäße waren für den Alltagsgebrauch bestimmt. So lernten wir eine bis dahin unbekannte Seite der Mezőcsáter Töpferei kennen. 1966 erwarb das Herman Ottó Museum eine große private Keramiksammlung aus Mezőcsát. Mehrere dieser Gefäße bezeugen, daß am Ende des 19. Jahrhunderts in Mezőcsát neben der Ware mit Malhorndekor und Blumenverzierung auch einfach verzierte, schnell zu fetigende Massenware produziert wurde. Gabriella Vida 482