A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 33-34. (1996)

LÉNÁRT Béla: Népiskolák Borsod megyében (1867-1918)

VI. Sajtó 1. Borsod-Miskolczi Értesítő 1869-1890. 2. Borsod 1880-1890. 3. Borsodmegyei Lapok 1890-1900; 1901-1907; 1910-1913. 4. Borsodmegyei Tanügy 1908-1914. 5. Ellenzék 1903-1906; 1912. II-V. és XI. évf. 6. Miskolczi Estilap 1913-1916. 7. Miskolci Napló 1915-1916. 8. Néptanítók Lapja 1885, 1879, 1881-82-83-84, 1877. VOLKSSCHULEN IM KOMITAT BORSOD (1867-1918) Im Jahre 1996 feiern wir den tausendsten Jahrestag der Gründung der ersten ungarischen Schule. Solche Feiern sind stets der Anlaß, auf die Vergangenheit zurückzublicken, aber auch Ausschau auf die Zukunft zu halten. In der vorliegenden kurzen Studie wollte der Verfasser Rückschau haltend die Vergangenheit befragen, um zu erfahren, was für ein Bild im Ergebnis steter Forschungen über eine der wichtigsten Fragen der Volksschulbildung innerhalb der Koordinaten von Raum und Zeit einer Region und eines historischen Zeitalters entworfen werden kann. Und zwar geht es hier um die Frage des Aufbaus des Volks­schulnetzes und dessen Entwicklung zur Zeit des Dualismus (1868-1918). Die Wahl des Autors fiel eben auf diesen Zeitabschnitt, weil er ihn als die Epoche ansieht, während der sich die bürgerliche Gesellschaft in Ungarn tatsächlich herausbildete und zu Kräften gelangte. Für das Thema entschied er sich, weil die Volksschule die grundlegende Frage für die bürgerliche Entwicklung darstellt, das A und O aller Modernisierung ist, ohne welche es keinen zeitgemäß denkenden, gebildeten Citoyen gibt. Die jeden betreffende und allgemeinpflichtige Allgemein­bildung hingegen ist unvorstellbar ohne jene Infrastruktur, innerhalb der einer der wichtigsten Sozialisierungsprozesse, nämlich die schulische Bildung und Erziehung, ablaufen. So gelangte er zu dem Thema: Ein kurzer Abriß über den Zustand und die Entwicklung des Volksschulnetzes im Komitat Borsod. Aus der Studie können folgende Schlußfolgerungen gezogen werden: Unter Mithilfe des damaligen Kultusministers József Eötvös gemessen am europäischen Maßstab in Ungarn erblickte ein modernes Bildungsgesetz das Licht der Welt, und zwar der Gesetztesartikel XXXVffl. vom Jahre 1868. Der Erfolg der das gesamte Gebiet der Volksbildung umfassenden Regulierung hing davon ab, unter welchen Bedingungen eine Modernisierung ihren Anfang nehmen kann, und ob die Zuständigen alles für ihre Verwirklichung tun. Zu den wichtigsten Voraussetzungen der Völksbildung zählte man den Zustand der Volksschulen, ihre Anzahl und ihre Entwicklungsmöglichkeiten. Im Komitat Borsod begann die Modernisierung mit einem Netz von wenig Institutionen, deren Qualität sich auf niederem Niveau befand. Daher waren die insgesamt 40 neugeschaffenen Schulen und die 200-250 Schulräume eine entscheidende Voraussetzung dafür, der 406

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