A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 30-31/2. (1993)

HORVÁTH Attila: Honfoglalás kori sírleletek Bács-Kiskun megyéből

LANDNAHMEZEITLICHE GRABFUNDE AUS DEM KOMITAT BÁCS-KISKUN (Resümee) Wenn es überhaupt ein Wissenschaftswzeig exsistiert, die in den vergangenen Jahr-zehnten eine revolutionäre Entwicklung durchgemacht hat, dann ist sie die Forschung des Zeitalters der ungarischen Landnahme. Die immer fortschreitende Wissenschaft hat all die Behauptungen der Wissenschaftler der Vergangenheit in Abrede gestellt und gendert. Aus der Hinsicht der landnahmezeitlichen Funde sind die zwischen der Donau und der Theiß liegende Territorien - und darunter das Komitat Bács-Kiskun - von besonderer Bedeutung. Von Komitat Nógrád hinunterärts bis zur Vajdaság (Woiwodina) sind die Denkmler der Einsiedlung der Altungaren aus dem 10. Jh. in mehr oder weniger proportioneller Aufteilung an allen Stellen zu finden. Im Komitat Bács-Kiskun kamen die Funde nie als Resultate geplanter Ausgrabun-gen zum Vorschein, obwohl der Beginn der Forschungen dieser Periode im Komitat eine Gleichzeitigkeit mit den Forschungen in anderen Teilen Ungarens aufweist. Die Funde wurden schon vom letzten Drittel des vergangenen Jahrhunderts von Eisenbahnlinien und Straßenerrichtungen, von Trauben, oder Obstbaumverpflanzungen beziehungweise von anderen agrarischer Großgrundaktivitten geliefert. Viele Funde stammen von Kunstschatzsammlern oder von den Findern selbst. Beurkundigte und autentifizierte Ausgrabungen fanden gar nicht statt. Wenn wir das verfügbare Material betrachten, und mit den Fundmaterialen der anderen Regionen des Landes vergleichen, können wir feststellen, daß die Fundobjekte die von den achtzig bekannten Fundorten des Komitats oder von verschiedenen unaufgeklärten Orten stammen, sich nicht von den Funden aus den anderen Teilen des Landes sich unterscheiden. Obwohl sie sich nicht zu den Materialien der Region Felső-Tisza vidék ­Bodrogköz sich messen können, sollen sie sofort nach ihnen in die Reihenfolge eingegliedert werden! Die namhaften, reicheren Fundmaterialen stammen im größten Teil aus Einzelgräber oder aus Gräberfeldern, die nur aus einigen Gräbern bestehen. Glaubenswert freigelegte Familiengräberfelder die rein aus dem 10. Jh. stammen können auf diesen Territorien kaum gefunden werden. Wir kennen aber manche Stellen, wo trotz der ungewissen Fundumtnde viele Funde von Rang entdeckt wurden. Über sie können wir mit Recht behaupten, daß sie dieser Gruppe angehören. Die Gräberfeldern des gemeinen Volkes die sich von der Landnahmezeit sich bis in die Árpadenzeit strecken sind überwiegend ärmer, und es ist gar nicht sicher, daß sie nur wegen der Teilweisigkeit der Ausgrabungen von den Gemeinvolksgrber auch ent-haltende arpadenzeitliche Gräberfeldern aus dem 10. Jh. unterscheidet werden können. I. Einzelgräber Aus diesem Typ kennen wir in dieser Gegend zahlreich viele bedeutende Funde, zwischen denen auch vornehme weibliche und männliche Gräber zu finden sind. Zwischen den Funden sind im allgemeinen vergoldete Silberbeschläge von Gürteln, Pferdegeschirrverzierungen, Glasperlen, durchgebrochene Haarflechtschmucken und byzantinische beziehungsweise, italienische Münzen zu finden. Es ist zwar seltenvorge-kommen, aber zweimal kamen in einem Grab Taschenblecher vor, und 345

Next

/
Thumbnails
Contents