A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 30-31/2. (1993)
FÁBIÁN J. Gyula–RICZ Péter: Újabb adatok az avarok úgynevezett reflex íjáról (Íjtanulmány a bácskai avar kori leletek alapján)
Mehrzahl handelte es sich um gestörte, ausgeraubte Grabgruben, infolge eines glücklichen Zufalls jedoch gelangten wir in fast allen Fällen aufgrund der Lage der Bogenbeschläge zu ausgezeichneten und brauchbaren Angaben. Aus behandeltem Anlaß legten wir unserer Untersuchung die Position der aus den Gräbern 25, 34, 36,48 und 196 zutage gekommenen Bogenreste zugrunde. Gleichzeitig stützten wir uns im Falle des Gräberfeldes Gombos I auf die Befunde lediglich einer einzigen (aber umso wichtigeren) Bestattung, des Grabes 25. Dieses Grab nimmt eine Schlüsselstellung ein, da die hieraus geborgenen Funde ohne jeden Zweifel zu einem in bespanntem Zustand im Grab untergebrachten (bestatteten) Bogen gehören! Die Bogenreste auch dieses Grabes unterzogen wir der ober erwähnten Computeranalyse, gesondert für den oberen und unteren Arm des Bogens. Das Resultat läßt sich wie folgt zusammenfassen: 1. Der im awarenzeitlichen Grab 25 von Gombos bestattete Bogen war kein Reflexbogen (zurückschlagender) und 2. er war nicht symmetrisch zur Achse des Pfeils. Gestützt auf obige Darlegungen sowie aufgrund der übrigen verfügbaren Funde können folgende, sehr wahrscheinliche Schlußfolgerungen gezogen werden: 1. Nicht jeder der awarischen Bögen war notwendigerweise ein Reflexbogen, weshalb es angeraten ist, in dieser Hinsicht jeden einzelnen Grabfund gesondert zu bewerten. 2. In der Mehrzahl der Fälle wurden die awarischen Bögen in unbespanntem Zustand (ohne Sehne) im Grab untergebracht. Feststellungen im Zusammenhang mit der vorn kurz erläuterten Methode zur Bogenanalyse: 1. Hochgradig effektiv. Zur eingehenden Analysierung eines Bogens benötigt ein geübter Experte 5-6 Stunden. 2. Ermöglicht die außerordentliche Erweiterung und Präzisierung unserer bisherigen Kenntnisse. 3. Reduziert die zur fachgerechten Rekonstruktion notwendige Zeit und das Arbeitspensum um eine wesentliches. Schließlich möchten wir uns an alle Kollegen, die Bogenreste enthaltende Graber freilegen, mit der Empfehlung wenden, im Interesse der Erleichterung und Präzisierung zukünftiger Analysen, die genaue Position der Reste von Bögen in einem fiktiven (sog. „Sehne-Pfeil"), rechtwinkligen Koordinatensystem zu verzeichnen, dessen eine Achse die „Sehne" darstellt, die zwischen den Befestigungspunkten der Bogensehne gezogen werden kann, die andere aber den diese halbierenden „Pfeil". Dr. Gyula Fábián-Péter Ricz Abb. 1 Grundriß des Grabes 25 im awarenzeitlichen Gräberfeld von Gombos Abb. 2 Das Verhältnis zwischen den die Funktion des Bogens bestimmenden Faktoren Abb. 3 Die drei mittels Computer rekonstruierten charakteristischen Zustände des Bogens, der in Grab 25 des awarenzeitlichen Gräberfeldes von Gombos zum Vorschein kam Abb. 4 Grundriß des Grabes 25 im sarmatisch-awarischen Gräberfeld von Topolya-Bánkert Abb. 5 Grundiß des Grabes 34 im sarmatisch-awarischen Gräberfeld von Topolya-Bánkert Abb. 6 Grundriß des Grabes 36 im sarmatisch-awarischen Gräberfeld von Topolya-Bánkert Abb. 7 Grundriß des Grabes 48 im sarmatisch-awarischen Gräberfeld von Topolya-Bánkert Abb. 8 Grundriß des Grabes 196 im sarmatisch-awarischen Gräerfeld von Topolya-Bánkert 138