A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 30-31/1. (1993)
TARCAI Béla: A miskolci fotográfia múltjából: egy polgárcsalád a századfordulón
telni az olyan kevéssé ismert mesterek munkásságának is, mint amilyen Váncza Emma volt. AUS DER GESCHICHTE DER FOTOGRAFIE IN MISKOLC: EINE BÜRGERFAMILIE UM DIE JAHRHUNDERTWENDE Auf der Landesausstellung in Budapest, die 1896 anlässlich der 1000. Jahreswende der Landnahme veranstaltet wurde, hat eine Miskolcer Fachfotografin, Emma Váncza, für ihre Gesamtleistung - sie stellte grossformatige, handkolorierte Panoramaaufnahmen aus - „die grosse Medaille des Millenniums" erhalten. Davon ausgegangen stellt der Autor das Leben und die Beziehungen zur Fotografie der wohlhabenden Bürgerfamilie Váncza vor. In dieser Familie war die Veranlagung zur Malerei und das Interesse für die Fotografie als Charakterzug zu betrachten. Der Familienälteste Mihály Váncza (1781- um 1854) war als akademischer Maler und als erfolgreicher Bühnendichter, Theaterdirektor, sogar als Geschäftsmann bekannt. Sein Sohn der hochgeachtete Advokat und Gutsbesitzer richtete ein luxuriöses Fotoatelier am Zentrum der Stadt, um 1880, für seine Tochter ein. Emma Váncza (1863-1943) führte das Geschäft 30 Jahre lang, erst allein, später mit Hilfe ihres Mannes, Károly Forst (1871-1946). Der Autor macht die Leser mit den Wechselwirkungen der Fotografie und Gesellschaft im Spiegel der Tätigkeit der fotografierenden Familie bekannt, da nicht nur Emma Váncza sondern auch ihre Brüder, als amateure, auch fotografisch tätig waren. Die Schlussfolgerung des Aufsatzes heisst, dass die Tätigkeit von Emma Váncza und von den zu ihr ähnlichen Meistern, die über Empfindlichkeit und Tatkraft zur Erneuerung der Atelierfotografie verfügten, ebnete die Bahn den revolutionären Bestrebungen von Rudolf Dührkoop, Nicolas Perscheid, Helmar Lersky, Aladár Székely und anderen. So konnte die Porträtfotografie die Fesseln der Malerei loswerden. Béla Tarcai 393