A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 28-29. (1991)
B.HELLEBRANDT Magdolna: A Pilinyi kultúra nyomai Emőd-Tüzép lelőhelyről
IRODALOM Kemenczei T. 1964. Ernőd. Régészeti Füzetek 1964. A pilinyi kultúra bárcai csoportja. HÓMÉ 9-36. 1965. A pilinyi kultúra tagolása. ArchÉrt 92/1965. 3-26. 1982. Die Siedlungsfunde der Gáva-Kultur. FA XXXHI/1982. 73-95. 1984. Die Spätbronzezeit Nordostungarns. Archaeologia Hungarica LI. Kovács T. 1966. A halomsíros kultúra leletei az Észak-Alföldön. ArchÉrt 93/1966. 159-202, Trogmayer O. 1963. Beiträge zur Spätbronzezeit des Südlichen Teils der ungarischen Tiefebene. AAH 15/1963. 85-122. SPUREN DER PILINYI-KULTUR VOM FUNDORT EMŐD-HOLZPLATZ Bei der Vertiefung einer Kläranlage kamen die Funde 1985 zum Vorschein. Der Fundort liegt am südlichsten Hang des Bükk-Gebirges zum Flachland hin (Bild 1), und zwar westlich von der Hauptstrasse M3 zwischen Miskolc und Budapest (Bild 2). An Ort und Stelle konnten wir uns davon überzeugen, dass hier nördlich vom Torweg zwei gleich grosse Gruben in einer Tiefe von 12 Metern ausgehoben wurden. Diese waren ausserdem 6,5 m lang und 3 m breit. In der Grube Nr. 2 wurden die Funde in feuchtem Lehm 3,3 bis 4 m tief getätigt. 1 Später erhielten die Funde die Inventarnummer 88.1.1-60. Unter den Verzierungselementen des hiesigen Fundmaterials fielen die relativ häufig vorkommenden, in unterschiedlicher Tiefe und Abständen angebrachten Kannelüren auf. Diese Art der Verzierung war in der Piliny-Kultur sehr gebräuchlich und ist im Fundmaterial von Ónod-Sandgrube 2 und Bükkaranyos-Földvár anzutreffen. Typisch ist auch die Verzierung durch ausgekehlte, gebogen der Spitze zulaufende Linienbündel, die an grösseren Gefässen (Bild 3, 5-6) und an tiefen Töpfen mit Griff oder am kurzen Hals von Näpfen zu sehen sind, so wie auch das Fragment mit der Inventarnummer 88.1.23. Dieses dekorative Muster kommt auch im Fundmaterial vom MuhiPrinctanya vor, (Bild 6) 3 in der Archäologischen Sammlung des Herman-Ottó-Museums. Anders angeordnet, doch ähnlich gemusterte Funde kommen auch im Material von Ónod-Sandgrube 4 sowie auch in Megyaszó vor. 5 Die von unten her ausgekehlten Knötchen sind beispielsweise charakteristisch für das grosse Gefässfragment (Bild 3.2. 4. und Bild 5. 4.), dessen Parallele in der Verzierung auch unter den Keramikfunden von Bükkaranyos-Földvár 6 zu beobachten sind. Die an den beiden Topffragmenten (Bild 7. 1. 2.) typische gezupfte Randverzierung ist auch an dem Fragment mit der Inventarnummer 88.1.13. zu finden. Ähnliches kommt auch in dem Material von Muhi (Bild 8) 7 vor. Die Töpfe von Ernőd mögen mit diesen auch von ihrer Form her übereingestimmt haben. Fragmente mit ähnlichen Rändern kommen auch in dem Material von Bükkaranyos-Földvár vor. 8 Eine Parallele zu dem Griff von Bild 4. 2. kann man auch unter den Nagybátonyer Funden aus der Piliny-Kultur antreffen. 9 Ähnliche Verzierungen wie die mit den klobigen Fingerabdrücken von Bild 4. 5. kommen ebenfalls auch unter den Keramikfunden von Bükkaranyos-Földvár vor. 10 Eine der wichtigsten Analogien des Materials von Ernőd, der Muhi-Princtanya, gehört in den zweiten Abschnitt der Bárca-Gruppe der Piliny-Kultur. 11 Die Arten zu verzieren sind, wie wir sahen, auch unter den Funden von Bükkaranyos-Földvár anzutreffen. Dieses Material kann der Zagyvapálfalva Gruppe der Piliny-Kultur zugerechnet 28