A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 27. Tanulmányok a 70 esztendős Végvári Lajos tiszteletére. (1989)

K.VÉGH Katalin: Császárkori telep Miskolc-Szirmán

AKAISERZEITLICHE SIEDLUNG IN MISKOLC-SZIRMA (Auszug) Im südöstlichen Teil von Miskolc, in Szirma, am rechten Ufer des Flusses Sajó, in dem Teil der „Holt-Sajó" genannt wird, haben wir in der durch das Hochwasser des Flusses zerstörten Siedlung aus der Römerzeit 1964-1965 Notausgrabungen durchge­führt. Im Verlaufe dessen fanden wir in den oberen Schichten Scherben aus der Arpa­den-Zeit, tiefer auch in kleiner Menge Sietlungreste aus der Bronzezeit. Die Studie soll mit den Erscheinungen und Funden aus der Römerzeit bekannt machen. Der größte Teil der Funde stellt Keramik dar. Pannonischen Ursprungs sind die Bruchstücke von Terra sigillata, unter denen die bestimmbaren Stücke aus dem ersten Drittel des 3. Jahrhunderts stammen. 9 Die Mehrzahl der aus den kaiserzeitlichen Sied­lungen in Nordungarn zum Vorschein gekommenen Terra sigillita sind ähnlich datiert. ' ' Pannonischen Ursprungs sind noch die gestreift mit rotbrauner Bemalung verzierten Bruchstücke (15. Abbildung 31. und 23. Abbildung 8, 16. Abbildung 19. und 23. Abbildung 10.), die gezähnten Verzierungen (5. Abbildung 26, 6. Abbildung 24. und 22. Abbildung 4, 7. Abbildung 21. 9. Abbildung 15. 13. Abbildung 14, 16. Abbildung 12, 17. Abbildung 6. 19. Abbildung 8), die Überreste der Reibschüssel (6. Abbildung 6.), das Teil eines Gefäßes mit eingedrückten Seiten (16. Abbildung 4.) und einige Überreste von auf der Töpferscheibe hergestellten grauen, rotbraunen Schüsseln und Krügen. Diese Funde kamen in jeder Schicht der Siedlung vor. die größere Menge befand sich aber in den oberen Schichten. Dies unterstreicht die schon getroffene Feststellung, daß der pannonische Import in Richtung der Gebiete Nordungarns und der Slowakei sich in der zweiten Hälfte des 2. Jahrhunderts, nach den Markomannenk­riegen, verstärkt hat. 19 Die örtliche Keramik - in der Mehrzahl aus tiefliegenden Schichten stammend ­wird von Gefäbruchstücken keltischen und dakischen Charakters verkörpert. Ihr Erscheinen zeigt, daß die Traditionen der keltischen und dakischen Keramikkunst weiterleben. Der größere Teil der Keramik wird von nicht örtlichem Material gebildet, dessen eine Gruppe die grobe, handgemachte, die andere Gruppe die dunkelgraue, glänzende, feinere Keramik darstellt. Solche Funde kennen wir von den früheren und späteren kaiserzeitlichen in Nordungarn 28 , von den ostslowakischen Siedlungen der frühen Rö­merzeit, die zu den Wandalen zugeschriebenen Przeworsk-Kultur gehören, 29 weiterhin von den Fundstätten aus dem 1.-3. Jahrhundert der Przeworsk-Kultur in Mittel- und Südpolen, 30 Oberschlesien, 31 am oberen Dnjestr und in der Gegend des westlichen Bug. 32 Ähnlich ist die Keramik, vor allen Dingen die grobe keramik in den quadischen Siedlungen Mährens und der Südwest-Slowakei, 33 sowie in den als quadisch bestimmten Siedlungen des 1.-3. Jahrhunderts des Donau-Knies. 34 Häufig kommen Speichergefäß-Scherben vor. Eine besondere Gruppe bilden die Reste von grauen, auf der Töpferscheibe hergestellten, geglätteten Keramiken, die mit den übrigen nordungarischen, ähnlichen Stücken 49 zusammen mit der vom Ende des 2. bis zum 3. Jahrhundert datierten Werkstatt von Blazice verbunden werden können. 52 Mit der Keramik zusammen kamen Spinnwirtel, Knochengerätschaften, Wetzstei­ne, Netzgewichte, Bruchstücke von Tonkegeln, Mahlsteine, Eisengegenstände zum Vor­schein, unter denen sich eine symmetrische Pflugschar befindet (7. Abbildung 22. und 22. Abbildung 8.). Dieser Typ war im 1.-5. Jahrhundert u. Z. in einem weiten Teil Europas verbreitet. 41 In der Siedlung wurden verstreut, in verschiedenen Tiefen bedeutende Mengen Eisenschlacke gefunden, was auf Eisenschmelze in der Siedlung oder in deren Nähe 32 497

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