A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 25-26. Tanulmányok Szabadfalvi József tiszteletére. (1988)

MŰVÉSZETTÖRTÉNETI TANULMÁNYOK - GODA Gertrúd: Holló László képei megyénk közgyűjteményeiben

er eigentümliche Gefühle. Von soziologischer Annäherung zeugen seine Studien von den abgearbeiteten kranken Frauen. Mit sicherem Strich verewigte er die ständig nur schaffenden Menschen und die Freunde, die ihn persönlich aufsuchten. Unter seinen Porträts stechen die Selbstbildnisse hervor. Als eines der Werke, mit denen er eigene Auseinandersetzungen widerzugeben versuchte, gilt sein Selbstporträt (1954). Hier blicken uns die Liebe zum Kontrast aus den miteinander in Spannung stehenden Farben und der Künstler ins Gesicht, der durch die Lebenslust von Rot und Grün in der Lage ist, sich über die Alltagsdinge der Welt hinwegzusetzen. Seine in locker Malerischem, mit lebhafter Farbensicht und in koloristischer Weise formulierten Werke vertraten Ungarn des öfteren auf internationalen Ausstellungen: So waren die Bilder von László Holló 1958 in Brüssel, in Paris, in Warschau, in Pozsony, in Dresden und in Moskau zu sehen. Sein großangelegtes Gemälde „Vorstellung einer Schauspielgruppe aus der Hauptstadt auf der Hortobágy" (1961) ist von Humor durch­setzt und wird zu einer Karikatur der kulturellen Unterhaltung auf dem Lande. Jede Gestalt dieses in der typisch Holloschen Welt der Blau -und Gelbtöne gezeugten Wer­kes ist für sich ein wohl bekannter Typ. Anhand der Welt der Volksschauspieler erwacht hier eine Dorfhochzeit zum Leben, deren glaubwürdigsten Figuren die Gruppe der sich selbst darstellenden Zigeunermusiker ist. Die Identifizierung mit der Lebensweise seiner Figuren und das ethisch Malerische verbanden László Holló mit den Malern der Tiefebene, die ihre eigene ungarische Tra­dition geschaffen hatten; ihn, der durch den Grad seiner Gefühle und seine tiefe Men­schenkenntnis ein den großen europäischen Expressionisten gleichkommendes Oeuvre geschaffen hat. In jedem seiner Werke gab er sich maximal und offen wider, und in die­ser Vielfalt ist der Künstler in unserer gegenwärtigen Sammlungen im Vergleich zu sei­nem Lebenswerk mit einer nur geringen Kollektion vertreten. Gertrud Goda 784

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