A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 22-23. (1985)

VIGA Gyula.: Gyümölcstermesztés és a gyümölccsel való kereskedelem a Bükkalján

Román J., (szerk.) 1977-1979. Földrajzi nevek Borsod-Abaúj-Zemplén megye kéziratos térképein. Borsodi levél­tári füzetek 6-9. Miskolc. Szendrei J., 1969. Teherhordás Szomolyán. Népi hagyományok Borsodban 1. 95-113. Viga Gy., 1982. A Bükk-vidéki falvak 19. századi életmódjához. A Herman Ottó Múzeum Évkönyve XXI. 231-239. Viga Gy., 1983. Gyümölcsnevek a Bükkaljáról (Sajtó alatt a Névtani Értesítő' 8. kötetben.). OBSTBAU UND OBSTHANDEL AM FUSSE DES BÜKK-GEBIRGES (Auszug) Das südliche Hügelland des Bükk-Gebirges hat im Weinbau bedeutende Traditionen. Als eine Begleitserscheinung der Weinkultur hat auch der Obstbau eine grosse Bedeutung. In der vorliegenden Studie werden die Hauptzüge der Obstkultur mit der Forschungs­methoden der Ethnographie freigelegt. Der Verfasser sucht den Antwort auf die folgen­den Fragen: was für eine Rolle der Obstbau im Leben der hiesigen Bevölkerung gespielt hat, wie sich die Obstkultur in das System der Arbeitsteilung und des Warenaustausches zwischen dem Tiefland und dem nördlichen Berggebiet eingefügt hat. Der Obstbau dieser Gegend ist durch einen eigenartigen Widerspruch zu'charakte­risieren. Die geographischen Gegebenheiten sind zum Obstbau besonders günstig, der Obst bringt hier reiche Früchte, das Anbauniveau war aber sehr bescheiden. Die Obstkultur war auf diesem Gebiet ein „extensiver" Wirtschaftszweig, trotzdem, dass sie einen bedeuten­den, oft den grössten Gewinn brachte. Der Obstbau hätte die Möglichkeit, die schwierigen wirtschaftlich-sozialen Probleme am Jahrhundertsanfang zu erleichtern, die Entwicklung ging aber - gegenüber der intensiven Gartenkultur von anderen Landschaften — nicht in dieser Richtung. In den Dörfern am Fusse des Bükk-Gebirges gab es keine abgesonderte Obstgärten, die Obstbäume waren im Hausgarten oder im Weingarten. Bis zu den zweiten Weltkrieg war der Baumbestand von schwacher Qualität, es waren vor allem anspruchlose Bäume. Besonders die Pflaume hatte eine grosse Bedeutung. Die Bäume waren eigentlich un­gepflegt, die Besprengung gegen die Schädlinge verbreitete sich erst in den 1950-er Jahren, aber bis heutzutage ist es nicht allgemein. Der Obst spielte in der Ernährung der Bevölkerung keine wichtige Rolle. Man hat mit Obst vor allem gerührte Speisen gekocht oder Gebäck gebacken. Ein bedeutendes Teil der Früchte wurde zur Marmelade gekocht oder gedörrt. Aus den Pflaumen hat man viel Branntwein gekocht. Das Eingemachte, das Einkochen der Früchte verbreitete sich erst in den 50-er Jahren in breiten Kreisen, damit hatten die Früchte in der Ernährung eine gewachsene Rolle. Die Obstfrucht war vor allem für Verkauf bestimmt. Ein Anteil wurde innerhalb der Kleinregion verkauft, die Pflaumen aber hat man mit Fuhrwerk auf das 306

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