A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 17-18. (1979)
MIHÁLY Péter: A Borsod-Abaúj-Zemplén megyei kaptárkövek topográfiája
A BORSOD-ABAÜJ-ZEMPLÉN MEGYEI KAPTÁRKÖVEK TOPOGRÁFIÁJA Weiter entfernt von hier, im westlichen Ausläufer der Zempléner Berge liegt der Bienenstock von Abaújszántó, isoliert im Vergleich zu den anderen. Die beiden Hauptzentren der Bienenstöcke liegen am Rand der Gemeinden Cserépváralja und Szomolya. Die hier vorkommenden 256 Zellen sind 91% der Zellen überhaupt. Aufgrund der Funde von den Cserépváraljaer Bienstöcke kann die Herstellungs- und Nutzungszeit der Zellen in das XI. bis XIII. Jahrhundert datiert werden. Nach den Erschliessungsfunden von Szomolya wurden diese Zellen wahrscheinlich noch im XIV. — XV. Jahrhundert benutzt. Bei der topographischen Registrierung der Bienenstöcke in Ungarn wurden solche Zellen — auf dem Gebiet des historischen Ungarns — in den Komitaten Pest, Heves und Borsod-Abaúj-Zemplén gefunden. In den drei Komitaten wurden in 85 Bienenstöcken insgesamt 515 Zellen verzeichnet. Die Zellen waren Bienen Wohnungen, die mit einer Klappe verschlossen wurden, sobald die Bienen hineingelockt oder angesiedelt worden waren. Die in Fels gehauenen Zellen banden die Bienezucht von vornherein an einen Ort. Nach der geographischen Umwelt der Bienenstöcke geurteilt, muss hier mit einer Waldbienenzucht gerechnet werden. In der Nähe der Bienenstöcke war das Vorkommen von Wasser (Quelle, Bach) auch ganz allgemein. Leider wird auf die Bienenzucht in den Bienenstöcken nur in der Volküberlieferung hingewiesen, schriftliche Angaben sind nicht vorhanden. In den bisher bekannten ausländischen Analogien zur Felsbienenzucht sind die Bienenwohnungen nicht identisch mit den ungarischen Zellen, können aber in bezug auf die Zweckbestimmung als Beweis angegeben werden. Das Ethnikum der Zellenhersteller und -nutzer ist bis heute nicht geklärt. Die in den Überlieferungen aufgeführten Ethnika (Ungarn, Türken, Tschechen) sind keine Angaben mit Quellenwert. In den Komitaten Heves und Borsod-Abaúj-Zemplén können in der Umgebung der Bienenstöcke auch Höhlenwohnungen mit Nebenräumen gefunden werden. Andor Saud, dem ausgezeichneten Experten zufolge, waren die Hersteller und Nutzer der Bienenstöcke und Höhlenbauten Kabaren, die zur Zeit der Landnahme ins Land kamen und auch der Bienenzucht kundig waren. Meiner Ansicht nach kann dieser Gesichtspunkt nur dann als gründlicher Beweis akzeptiert werden, wenn auch in den Siedlungsgebieten der Kabaren vor der Landnahme (Krim, Kaukasus) Bienenstöcke entdeckt werden. Die auch heute noch existierenden Höhlen Wohnungen in den Komitaten Heves und Borsod-Abaúj-Zemplén entstanden im XVIII. — XX. Jahrhundert, stehen also nicht im Zusammenhang mit den Zellen. Ihre Vorgeschichte kann aber zweifellos auf den frühesten Abschnitt der Zellenherstellung, also auf das XI. Jahrhundert zurückgeführt werden. Im Komitat Pest können an den Fundorten der Bienenstöcke und in ihrer Umgebung viele Felsenwohnungen gefunden werden. Überwiegend kommt hier Kalkstein vor, Dolomit, und Tuff sind aber auch anzutreffen. Das Vorkommen von Bienenstöcken ist also nicht nur für das Gebiet mit Riolithtuff charakteristisch. Trotzdem verbreitete sich die Felsbienenzucht nicht in den Gebieten des Karpatenbeckens, wo ähnliche Gegebenheiten herrschen. Wir können den Grund für den Untergang der Bienenzucht in den Zellen nicht angeben, nach dem Fundmaterial erfolgte er im XV. Jahrhundert. 1972/73 fand ich in Bulgarien, in der Nähe der Gemeinden Róják und Madara Zellen, vollkommen identisch mit den ungarischen, in ihrer Nähe Mönchswohnungen in Fels gehauen. Herstellungs- und Nutzungszeit der Wohnungen kann ins XII. — XIV. Jahrhundert datiert und auch auf die hiesigen Zellen bezogen werden. Aufgrund der bulgarischen Analogie ist anzunehmen, das auch bei den ungarischen Zellen kirchliche Hersteller und Nutzer angenommen werden können. Die Lösung der Frage kann durch Erweiterung oben genannter Analogien erreicht werden. Bei einer Untersuchung der kirchlichen Felsbauten im Byzanzer Reich können weitere Bienenstöcke gefunden werden. Es muss aber damit gerechnet werden, dass die Zellen zu einzelnen Felsbauten gehören, also auch hier nicht