A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 17-18. (1979)

SIMÁN Katalin: Kovabánya az Avason

102 SIMÁN KATALIN rate und Lorbeerblattspitze) sowie die Keramik nicht aus der Schicht des Bergbaus, sondern meist aus den abgerutschten Schichten stammen, so dass es nicht feststeht, dass sie mit der Grube gleichaltrig sind. Auch die floristischen Daten haben keinen zeltbestimmenden Charakter, einerseits wegen ihrer Neutralität, andererseits wegen der Vermischung der Schichten, in denen sie sich befanden. Auf die Anfangszeit der Grubenproduktion im Neolithikum weisen nur indirekte Dokumente hin. Die Parallele zwischen den in „Chopper-Technik" angefertigten Schlag­steinen (Bild 9 : 1) und dem Geweihgerät kann man in den Gruben des Neolithikums und der Kupferzeit antreffen; es weisen keine Spuren auf eine frühere Zeit hin (die Lorbeer­blattspitze lag weder im Durchbruch noch darüber, auch ist ihr Material kein Hydroquarzit vom Avas), auf das Neolithikum deuten dagegen die Gefässe, die Axt, die Tierreste und die in einer Grube gefundenen Knochen hin. Später, wahrscheinlich am Ende des Mittelalters oder (und) zu Beginn der Neuzeit wurde Bergbau betreiben, aber dafür gibt es ausser der Stratigraphie keine materiellen oder schriftlichen Beweise. Leider verhindern viele Umstände die Bestimmung des Alters der Steingruben. Es fehlt ein typologisches System, das die Bergwerkzeuge eingliedern, ihre Entwicklung und ihre Eigenschaften beschreiben würde; wir kennen die Bergwerkstechnologien nicht; es wäre eine noch engere Verbindung zwischen den Naturwissenschaftlern (Mineraloge, Stra­tigraph, Morphologe) und den Archäologen nötig. Solange siese Bedingungen nicht erfüllt werden, können wir uns nur auf unsere archäologischen Erfahrungen, Intuitionen und Logik stützen, diese können aber auf die noch offenen Fragen keine ausreichende Antwort geben. Katalin Simán

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