A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 13-14. (1975)

SELMECZI KOVÁCS Attila: Csűrtípusok Észak-Magyarország középső területén

536 Ózd (Abb. 17, Zone b), wo sie seit cca. 1940 gemauert oder als Pfeilerbauten ausgeführt werden (Abb. 13, 14). Die typischen Gitterwände dienten zur Lüftung und Verzierung. Der äusseren Form nach sind Scheunen mit geradem Dachsaum allgemein. Abweichende Formen weisen nur Scheunen einiger Grossgrundbesitzer und grösserer Bauernwirtschaften auf: der Eingang wurde mit einem Giebel vergrössert und die Tenne wurde zwei drei Meter vor das Gebäude gezogen (Abb. 15—16). Bis zur Mitte des XIX. Jahrhunderts kamen unter den Fachwerkscheunen auch Scheunen mit Pfetten vor ; heutzutage haben alle Gebäude Sparrendächer. Ein anderer Gesichtspunkt der Typisierung ist die Funktion, mit deren Hilfe das Gebiet der Stall-Scheunen abgegrenzt werden kann. Zwischen Bau­form, Material und Funktion besteht eine enge Verbindung. Die Holzscheu­nen wurden in ihrem eigentlichen Bereich nicht zur Tierhaltung benutzt. Im südwestlichen Teil des untersuchten Gebietes ist seit der Mitte des XIX. Jahrhunderts die Viehzucht in der Scheune nachweisbar, wozu widerum sta­bileres Baumaterial (Lehm, Stein) erforderlich war. Die Verbreitung der Scheunenställe erstreckt sich zur Trennlinie der Lehmbauweise, darüber hinaus kommen sie nur sporadisch, manchmal in eigenartiger Form vor, und zwar bei Scheunen, die vor einigen Jahrzehnten gebaut wurden. Attila Selmeczi Kovács

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