A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 12. (1973)
BALASSA Iván: A tokaj-hegyaljai német telepítések történetéhez
320 BALASSA IVAN mit anderem Namen Marcinfalva an, wo das Andenken der 20 Neusiedler nur mehr in einigen Familiennamen weiterlebt. Oben, zwischen den Bergen siedelte sich Sima an, seine deutschen Bewohner waren Calvinisten, im geganteil zu den anderen deutschen Neubauern. Hier hat schon die zweite-dritte Generation die Muttersprache vergessen und später auch den Familiennamen gewächselt. Die drei Siedlungswellen sind im Tokaj-Gebirge gut zu unterscheiden, bis zu unseren Tagen ist aber davon nur die Mittlere geblieben. Die Privatsiedlungen haben die Sprache und das Brauchtum länger bewahrt als die Kameralsiedlungen. Den Grund davon können wir darin finden, dass letztere in verhältnismässig bessere Umstände gerieten, weniger in sich kehrten, da ja beinahe jede Familie von anderen Gegenden stammte, andere Bräuche und Dialekt mitbrachten. Darum haben sie sich mit dem Ungarntum — mancherorts mit den Slowaken — vermischt. Im Fall der Privatsiedlungen wissen wir ganz sicher, dass die Bevölkerung von einem gewissermassen zusammenhängenden Gebiet stammte, in Mundart und Brauchtum zu einander nahe standen, was die Zusammengehörigkeit sehr beeinflusste. Sie heirateten hauptsächlich untereinander, schon darum damit das sehr kleine Vermögen nicht geteilt wird. Darum haben sie nicht nur ihre Muttersprache, sondern auch ihre Bräuche bis zu unseren Tagen bewahrt. Iván Balassa