A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 11. (1972)

FINTHA István: Madártani adatok Borsod-Abaúj-Zemplén megye faunájának ismeretéhez

ORNITHOLOGISCHE ANGABEN ZUR FAUNA IM KOMITAT BORSOD-ABAÚJ-ZEMPLÉN (Auszug) Das Zempléner Gebirge und seine Umgebung gehören zu jenen Gebie­ten Ungarns, die bisher von den Naturforschern wenig besucht wurden. Unsere ornithologischen Kenntnisse sind lückenhaft, es stehen uns lediglich kleinere Mitteilungen, sporadische Angaben zur Verfügung. Meine Arbeit beschäftigt sich mit der Vogelwelt der ehemals sumpfi­gen Ebene am südöstlichen Fuss des Gebirges und macht gleichzeitig auf die natürlichen Schönheiten der Landschaft aufmerksam. Das Gesicht der Landschaft trägt noch in vieler Hinsicht Züge der ehemaligen Urlandschaft. Einige seiner Biotope — gleichsam Relikte — bewahren die Erinnerungen an die verschwundene Welt der Sumpfwälder und Moore im Bodrogköz. Den Reichtum der Vogelwelt erklärt das abwechslungsreiche Mosaik der Biotopen. Meine Forschungen erstrecken sich auf das Gebiet zwischen Bodrog und Ronyva mit seinen Wäldern, Wiesen und Sümpfen. Auf Grundlage die­ser drei Hauptbiotoptyen erläutere ich die Vogelwelt. Sehr bedeutend sind die mit Wäldern bedeckten Gebiete. Die Ausbil­dung und Entwicklung des Waldes steht im allgemeinen mit dem Wasser in engem Zusammenhang. Auch heute sind hier die Moore und Moränenseen nicht selten. Das Pflanzenbild kann zwischen Salicetum triandrae und Fra­xino pannonicae-Ulmetum sehr verschiedenartig sein. Die letzteren (als ei­ner der sehr differenzierten Pseudo-Klimax-Wälder) bestimmen mit ihren vielen Ebenen die sehr kompliziert zusammengesetzten Vogelensembles. In den Biotopen der Wälder leben mehr als 64% der Vogelarten der Land­schaft. Diezweite bedeutende Biotopengruppe bilden die Gewässer, Pfützen, Röhrichte, Riede und Moorwiesen der feuchten Gebiete (Phragmitetea und Magnocaricion zwischen im nach einander folgendem Stadium). Die hier lebenden Gruppen geben der Vogelwelt eine eigenartige Vielfalt, die ver­schiedenen Arten mit 19% angenommen. Schliesslich haben sich die trockneren Gras- und Futterweiden ohne Oberflächenwasser ausgebreitet (Alopecuretum pratensis, Festucetum pra­tensis usw.). Ihre wenigen Arten (kaum 5%) sind allerdings bedeutend, da sie is den letzten Jahren aus anderen Teilen der Tiefebene verschwunden sind. Der Vollständigkeit halber erwähne ich im Zusammenhang mit den 44*

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