A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 9. (1970)

BODGÁL Ferenc: A néprajzi érdeklődés szélesedése Miskolcon és Borsodban 1844-től az első világháborúig

340 í '••-•-' ^~- ' BODGÁL FÍERKNC Miskolcer Zeitungen zahlreiche wertvolle folkloristische- Beiträge zu diesem Thema. Verfasser veröffentlicht den Zeitungsbericht über den Tod des 4 Bük­ker Betyárén Marci Vidróczky. In den 1880-er Jahren griff auch' die Borso­der Lehrerschaft zu der Feder und es erschienen zahlreiche wertvolle Be­richte über das Volkstum des Komitats. Für die ungarische, aber auch für die Borsoder folkloristische Forschung waren die Jahre 1894, 1896 und 1898 von besonderer Bedeutung. 1894, das Todesjahr von Lajos Kossuth, 1898, die Fünfzigjahrfeier des Freiheitskampfes waren anlaß zu zahlreichen Rüeke­rinnerungen. 1896, im Jahre der Tausendjahrfeier erschien Gyula Istvánffys Abhandlung über die Volksgruppe der Matyó; in demselben Jahr wurde in Budapest erstmalig eine Matyó-Hochzeit veranstaltet. 1895 sammelte Béla Vi­kar mit einem Phonographen Lieder und Balladen und gab in der Folge seine Studie über die Entstehung der Ballade „Szűcs Marcsa" heraus. Die Erforschung der materiellen Kultur begann spät, erst in den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts. Ottó Herman forschte nach den Urbeschäfti­gungen und Höhlenwohnungen. 1899 wurde das Komitatsmuseum gegrün­det. Kálmán Kóris eröffnete die ethnographische Sammlung des Museums, die er zusammengetragen hatte, in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts. Seine Studien galten in erster Linie dem Leben und Brauchtum der Matyó­Dörfer. Im ersten Jahr unseres Jahrhunderts begann Miklós Komoróczy sei­ne Ermittlungen und das Sammeln bei den „Barkó"-s, einer der Palóc-Grup­pen. Auch aus der Feder Andor Leszihs, des Museumdirektors, erschienen mehrere kleinere ethnographische Artikel. Folkloristisch wertvolle Mittei­lungen fanden sich in den Jahrzehnten von 1900 bis 1920 in den Miskolcer­Borsoder Zeitungen. Während der vergangenen 75 Jahre_ entwickelte sich auch die Methode das Sammeins. Es kamt zu einer Trennung von Folklore und Literatur und die Ethnographie wurd zu einer selbständigen Wissenschaft. Die Ethnogra­phen sammelten auf eigene Kosten. Die führenden Persönlichkeiten des Ko­mitats und von Miskolc hatten kein Verständnis für ihre Arbeit. Mit dem Ersten Weltkrieg endete eine überaus produktive Periode des Sammeins fol­kloristischer Denkmäler. Die Abhandlung erhebt keinen Anspruch auf Volls­tändigkeit, weil es .einfach unmöglich gewesen wäre, .auf alle Einzelheiten einzugehen. • ­._;:\^c \;r *i FERENC BODGÁL •,.

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