Szabadfalvi József: A megyaszói festett asztalosmunkák 1735-ből (Borsodi Kismonográfiák 9. Miskolc, 1980)
DIE BEMALTEN TISCHLERARBEITEN VON MEGYASZÖ AUS DEM JAHRE 1735 (Resümee) Eine der wertvollsten Sammlungen des Ottö-Herman-Museums zu Miskolc stellt das Mobilar — genauer gesagt die Deckenverkleidung und die Kanzel — der Kirche von Megyaszö (Bezirk Zemplen) dar. Diese Stücke stammen aus dem 18. Jahrhundert. In dem vorliegenden Band haben wir versucht, diese Schätze sowohl von ihrer kunsthandwerklichen als auch von ihrer volkskünstlerischen Seite her vorzustellen. Die Gemeinde Megyaszö, in Nordost-Ungarn gelegen, wird schon in Urkunden aus dem Mittelalter erwähnt. Die Kirche wurde wahrscheinlich im 13—14. Jahrhundert erbaut. Die Scharen der Türken und Tataren machten im Jahre 1599 die Gemeinde dem Erdboden gleich, doch bereits im Jahre 1615 machte man sich an den Wiederaufbau der Kirche. Erst 1702 baute man einen Kirchturm dazu und erwarb die Kirchenglocke. Bei Erweiterungs- und Vergrösserungsarbeiten an der Kirche im Jahre 1901 wurden die bemalten Tafeln entfernt und dem Miskolcer Museum übergeben. So verfügt das Ottö-Herman-Museum heute über 62 viereckig geformte, 86X87 cm grosse und mit Malereien verzierte Deckentafeln sowie über 10 Tafeln von 74X15 cm Grösse, die oberhalb in einem Halbbogenformat mit einer Abschlussdekoration versehen sind und gleichzeitig in der Kirche zur Verzierung der Empore dienten, sowie weiterhin über eine ebenfalls bemalte Kanzel. Unter den einzelnen Stücken der Megyaszöer Kirche stammen aller Wahrscheinlichkeit nach die Kanzel und der Himmel darüber aus dem Jahre 1704 und die Emporentafel wurden wahrscheinlich auch im Jahre 1735 geschaffen. Geringe Ausbesserungen, Restaurationen und Malarbeiten wurden an den bemalten Teilen im Jahre 1800 vorgenommen. Nachdem die Tafeln entfernt worden waren, hat man sie 1901—1902 auch im Museum noch ausgebessert und dann ausgestellt. Bis zum Beginn der 1950-er Jahre gab es diese Ausstellung. In den Jahren zwischen 1975 und 1979 wurden die Stücke erneut einer sorgfältigen Restauration unterzogen: die Gemälderestauratoren säuberten die früheren, oftmals groben Ausbesserungen sehr umsichtig, um die originalen Malereien wieder ans Tageslicht zu bringen. Auf einer der Tafeln (Tafel 1) ist ganz genau aufgezeichnet, wann und 59