Bakó Ferenc: Bükki barlanglakások (Borsodi Kismonográfiák 3. Miskolc, 1977)
HÖHLENWOHNUNGEN IM BÜKK-GEBIRGE Das Kalksteinplateau des Bükk-Gebirges ist an seiner Süd- und Ostseite von einem vulkanischeen Gebirgskranz umgeben, der widerum von Hügeln aus Riolit-, Dacit- und Kalktuff begeleitet wird. Die Riolit-Tuffsteinschichten sind wegen ihrer Weichheit besonders zum Höhlenbau geeignet, die Höhlen sind hauptsächlich für die Weinwirtschaft bestimmt. Unzählige Weinkeller verschiedener Grösse wurden im Egerer und südlichen Bükk-Weinanbaugebiet in den Tuff hineiingehauen. Daneben eigneten sich die Höhlen in diesem Gestein als Wohnungen für Menschen oder Ställe für Tiere und wurden mit dieser Zweckbestimmung hergestellt. In der Tuffschicht, die sich von Miskolc in Richtung Westen über Eger, Sirok bis zum Mátra-Gebirge erstreckt, gab es zwischen den beiden Weltkriegen etwa tausend solcher Wohnungen, in denen 5—6 tausend Menschen lebten. Abgesehen von einige kurzen Mitteilungen beschäftige man sich früher kaum mit der Beschreibung, de wissenschaftlichen Analyse oder mit geschichtlichen Fragen dieser Höhlenwohnungen. Ottó Hermans Beobachtungen aus den Jahren 1900— 1901 sind nur als Manuskript erhalten geblieben. Die vorliegende Arbeit stützt sich auf diese Abhandlungen, doch die Fakten stammen zum überwiegenden Teil aus der Forschungsarbeit des Autors aus den Jahren 1970—1976. Zu dieser Zeit wurden die Höhlenwohnungen kaum noch als menschliche Wohnstätten benutzt, zum Teil wurden sie von den Behörden vernichtet, zum Teil waren sie baufällig, doch eben noch in einem Zustand, dass sie beschrieben werden koninten. Eine frühere Arbeit des Autors über den westlichen Teil des Gebietes (s. F. Bakó 1971) dient als Vorarbeit zu dieser Abhandlung. Deren Beobachtungen und Schlussfolgerungen fanden hier Verwendung. 111