Matyasovszky-Zsolnay Margit – Hárs Éva: A Zsolnay kerámia. (A Janus Pannonius Múzeum Füzetei 9. Pécs,1966)

konnte. Dieser Technik beschäftigte ihn Jahre hindurch und das Er­gebniss seiner Bemühungen war hervorragend! - Die Majolika-Bilder standen an Farbenreichtum und Glanz den Ölgemälden gleich und die mit Engoben ausgeführten, erinnerten an Pastelle oder Wandmalereien (I. Saal: das Bildniss W. Zsolnays von Bertalan Székely). Állmaiig verschwanden die kräftigen alten Formen an ihre Stelle tra­ten feingezrierte Vasen und Krüge und die „Orfévrerie Technik" Mit glatt poliertem Gold und farbigen Perlenreihen. Es verschwanden auch die saftigen, lebhaften Farben, um durch helle, zarte Schattierungen ersetzt zu werden, und der Grund der Gefässe war häufig mit feinem Goldcloisoné ausgefüllt. Mitte der Achtziger Jahre erschienen die dop­pelwandigen Gegenstände, mit der zumeist bienennetzartig durch­brochenen Aussenwand und die kostbare Glastechnik, bei welcher der Dekor im sogenanntejm ledertrockenem Zustand des Gefässes, mit feinen Messerchen ausgeschnitten wurde, um durch eine leichtflüssige Glasur wieder bedeckt zu werden. (II. Saal.) Im Jahr 1892 begann Zsolnay mit Professor Vinzenz Wartha neuartige Versuche, sie wollten das Geheimniss des irisierenden Glanzes der Fa­yencen von Gubbio ergründen. Nach vielen gemeinsamen Versuchen und Erfahrungsaustasch, gelang es als Erstem, Professor Wartha ein prächtiges rubinrotes Stück herzustellen. Sie tauften die Technik, nach der grichischen Morgenröte „Eos" Eosin. Die ersten Stücke hatten einen kristallklaren, (metallischen translüciden Glanz, doch liess ihre äusserst harte Glasur, die nur bei ganz scharfem Feuer schmolz, die Metall-Oxide nicht irisieren. - Nach den ersten gelungenen rubinroten Versuchen, entwickelte Zsolnay die Technik weiter, erreichte auf leicht schmelzenden, weichen Glasuren, ein prachtvolles Irisieren und stellte Eeosin in den verschiedensten Farben her. Ausser der Kunstware erzeugte Zsolnay besonders Hervorragendes in Baukeramik. Dies bezeugt eine Reihe schöner Bauten im In-und Aus­lande. Weit bekannt waren seine Öfen und Kacheln und er lieferte, ausser einer Menge technischer und elektrotechnischer Artikel, auch die Post-Isolatoren an den Staat. Als zur Zeit der Jahrhundertwende die Secession ins Leben trat, beeinflusste naturgemäss, dieser neue Styl, auch die Art der Zsolnay­schen Eosin-Gefässe. An Stelle der klassischen Formen, traten unruhige Bewegtheit und gewagte Farbentöne. - Hervorragend sind unter den * ausgestellten Stücken, die Arbeiten des Kunstmalers Rippl Rónai. Die farbenprächtige grosse Vase und seine Schüssel und Teller, gehören

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