Janus Pannonius Múzeum Évkönyve 25 (1980) (Pécs, 1981)
Természettudományok - Horváth, Adolf Olivér: Potentillo – Quercetum (sensu latissimo) Wälder, III.
POTENTILLO — QUERCETUM WALDER III. 35 West-Transdanubien.) Von den silikathaltigen Gesteinen sind Rankerböden, auf Kalkstein dagegen Rendzina und braune Waldböden zu finden. Das Klima des Gebirges hat einen pannonischen Charakter, semiarid, mit einem Transitcharakter. In Nord-Burgenland findet man das relativ wärmste Klima von ganz Österreich. Innerhalb des Gebirges in einer Höhe von 320 m ist die Jahres-temperaturmitte: 9 C°, in einer Höhe von 550 m: 8 C°, in einer Höhe von 750 m ü. d. M. ist 7 C° die Jahresmitte. Durchschnittliche Temepratur in Juli: 20 C°. Auch das bisher gemessene absolute österreichische Maximum wurde hier bei Andau im Jahre 1950 beobachtet. (39,3 C°) Die Niederschläge sind östlich vom Fertő-See (Neusiedler-See) im ganzen Leithagebirge die spärlichsten (600 mm). Ihr Maximum beträgt 870 mm bei der in einer Höhe von 570 m liegenden meteorologischen Station. Noch höher ist es offenbar noch mehr. Im Potentillo albae-Quercetum im Leithagebiege dominiert innerhalb der Laubkronenschicht der Quercus petraea. Die Strauhschicht ist verhältnismässig unentwickelt. Die Krautschicht wird hauptsächlich aus Grasarten gebildet und infolgedessen sind die in verschiedene Familien gehörenden Kräuter in einer kleineren Anzahl und Menge vorhanden. Im südwestlichen Teile des Gebietes ist Calluna vulgaris und Vaccinium mytillus in grosser Menge vorhanden. Das ist für die typischen, ursprünglich aus sarmatischen Gebieten beschriebenen Libbert' sehen, klassischen Potentillo-Quercetum Wälder charakteristisch. Gute Charakterarten sind: Potentilla alba, Vicia cassubica in erster Reihe; dann die folgenden Charakterarten und typische Kombinationselemente: Lychnis viscaria, Acer campestre, Dactylis polygama, Chamaecytisus supinus, Hieracium lachenalii, Digitalis grandiüora, Hypericum montanum, Campanula persiciíolia, Solidago virga-aurea, Polygonatum odoratum, Hieracium sabaudum, Galium mollugo, Vincetoxicum hirundinaria. Silène nutans, Betonica oííicinalis. Genista elatior, Veronica officinalis, Lysimachia punctata. Weiters sind die mit dem Luzulo-Qercetum gemeinsamen Arten: Luzula albida, Genista germanica. Die aufgezählten Arten sind teilweise aeidokline, teilweise thermophile, Licht- und Trockenheit indizierende Geoelemente. Dieser komplexe, gemischte Transit-Charakter der Taxa ist für die PotentilloQuercetum Wälder sehr kennzeichnend. Hübl betont sehr richtig, dass in der Assoziation Elemente des Potentillo-Quercetum und des LuzuloQuercetum mit den Arten der Betulo-Pinetea vermischt auftreten. Gerade deshalb weist unsere Assoziation einige verwandte Züge auch mit den Luzulo-Querco-Carpinetum (Soó 57) Csapody 66 Wäldern auf. Ein gutes Quercetalia-Element der Assoziation ist Sorbus torminalis. Häufig kommt in der Assoziation, gerade wie in Ungarn in WestTransdanubien die Agrostis tenuis vor. Gute Differenzialarten gegen der Quercus pubescens-W aider sind unter anderen die folgenden gemeinsamen Differentialarten: Саг ex michelii, Brachypodium pinnatum. Vicia pisiformis. Es ist weiters ein häufig vorkommender Zug der Potentillo-Quer cetum-W alder, dass sie gemäss ihrem Übergangscharakier ausser den Quercetalia-Arten auch Fagetälia-T axa aufweist: Galium odoratum, Tilia cordata, Fagus sylvatica, Melica mutans. Für das Potentillo-Quercetum im Leithagebirge ist die Anwesenheit der Querco-Fagetea-Taxa gleichfalls charakteristisch. Unsere Assoziation ist auf einem, aus Silikatgestein entstandenen Boden mit saurer Reagenz im ganzen Leithagebirge, auf einem an Kalk minder reichen Boden vorzufinden. Das Potentillo-Quercetum petraeae im Leithagebirge ist weit mehr typisch als das Parndorfer Potentillo albae-Quercetum pübescentis und weist vielleicht, wie auch in Ungarn an der Leitha einen klimazonalen Charakter auf. c) Potentillo-Quercetum burgenlandense Horv. 1973 Dank den österreichischen Kollegen, habe ich auch die aus der Literatur wohlbekannten Assoziationen bei Parndorf und im Leithagebirge studiert. Darüber hinaus habe ich in Burgenland im Gebiet der oben gennanten Dörfer (in der Literatur unbekannte) Waldforschungen gemacht und die Potentillo-Quercetum Wälder untersucht. Die Ergebnisse sind in der beiliegenden Tabelle angeführt. Es kann festgestellt werden, dass die Laubkronenschicht in dieser Assoziation eine 80-90%-ige Deckung aufweist, während in der Strauchschicht dieser Wert uwischen 10 und 60% liegt, in der Krautschicht dagegen zwischen 50 und 80%. Die Aufnahmen habe ich in den Monaten Mai, Juni, und Juli angefertigt, in einer Höhe von 250-350 m ü. d. M., auf einem niedrigen Hügelland. Die vorherrschende Baumart der Laubkronenschicht war in drei Schichten Quercus petraea, Qu. cerris, kommt Acer campestre und ausnahmsweise Sorbus torminalis, als eine thermophile Artvor. In der Strauchschicht ist am häufigsten Ligustrum zu finden, dann Corylus, Crataegus monogyna. Viburnum opulus und Frangula alnus mit einem Wert von II K. Seltener vorkommende Arten in der Strauchschicht: Viburnum lantana und Rhamnus cathartica. Die Charakter arten und die charakterstischen Artenkombination-Taxa gliedern sich wie folgt: 1. Querco-Fagetea Arten sind: Quercus petraea, Acer campestre, Crataegus monogyna, Hieracium sabaudum, Lathyrus niger, Festuca heterophylla. Primula officinalis, Campanula persiciíolia, Tanacetum corymbosum, Symphytum tuberosum ssp. nodosum, Calamintha clinopodium, Galium sylvaticum, Lysi-