Janus Pannonius Múzeum Évkönyve 25 (1980) (Pécs, 1981)

Természettudományok - Horváth, Adolf Olivér: Potentillo – Quercetum (sensu latissimo) Wälder, III.

34 А. О. HORVÁT saurem Querco-Carpinetum und Quercetum pet­raeae-cerris. In dem Leithagebirge (Hübl 1959) auf Silikat ­Untergrund dominiert Quercus robur. Subassoziati­onen bilden Poa nemoralis und Festuca hetero­phylla, wie in Ungarn. Gute Kennarten der Asso­ziation sind: Potentilla alba, Vicia cassubica und Pulmonaria angustiiolia. In der Potentillo albae­Quercetum luzuletosum — Subassoziation kommt es vor: Genista germanica und Melampyrum pra­tense. Die Subassoziation mit Tilia cordata leitet es zum saueren Querco-Carpinetum über. Die typische Subassoziation mit Quercus cerris steht zum Quercetum petraeae-cerris näher. Das Parndorfer Potentillo-Quercetum auf einem tiefen Bodenhorizont, mit hochgewachsenen Bäu­men, ist zweifellos ein typischer Eichenwald mit Potentilla alba, dem in Sukzession ein Dictamno­Sorbetum mit Quercus pubescens vorausgegangen is . Letztere Art ist auch im Eichenwald mit Poten­tilla ein Edifikator in der Laubkronenschicht. Gute Charakterarten sind ausser der Potentilla alba noch: Laserpitium pruthenicum, Ranunculus polyanthemos. Auch Trifolium alpestre, Lychnis viscaria ist für diese Assoziation charakteristisch. Wie in mehreren pannonischen Potentillo-Quer cion Wäldern, ist Iris variegata auch hier vorhanden. Auf den Quercus pubescens Bäumen sieht man oft den Loranthus europäus. In der Laubkronenschicht sind die Eichenhybride häufig. Ausserdem kommt darin Malus sylvestris und Pyrus pyraster vor. Die Edifikatoren der Strauchshicht sind die folgenden: Rosa canina, Corylus avellana. Viburnum lantana. Cornus sanguinea, sowie Rubus-Art&n. Eine charak­terisische Eigenschaft der Potentillo-Quer cion Wälder s. 1. offenbart sich auch hier, indem sich die Fagetalia-Arten einmischen. Die Assoziation hat einen Übergangs-, Transitcharakter, nachdem z. B. der Rubus caesius des Ulmetum zusammen mit Lithospermum purpureo-coeruleum kommt vor. Die Assoziation gliedert sich gut auf vier Schichten: Laubkronen-, Strauch-, Kraut- und Moosschicht. Der in der Dendroflora eine bedeutende Rolle spie­lende Quercus pubescens und dessen Hybriden erinnern an die Elsässer Assoziation Potentillo albae-Quercetum pubescentis Horv. 73. Die Parndorfer Subassoziation Potentillo albae­Quercetum pubescentis lantanetosum weist ver­wandte Züge mit der durch Knapp beschriebenen Potentillo albae-Quercetum rhamnetosum cathar­ticae in Mittel-Deutschland auf. Die folgenden Taxa sind Differential-Arten dieser Assoziation, können aber teilweise noch in der Subassoziation quercetosum petraeae vorgefunden werden: Quer­cus pubescens, Euonymus europaeus. Cornus san­guinea, Rhamnus cathartica, das namengebende Viburnum lantana, Lithospermum purpur eo-coeru­leum, Fragaria viridis. Geranium sanguineum, Carex michelii, Peucedanum cervaria, Alliaria petiolata, Iris variegata. Gute Charakterarten bzw. charakteristische Kom­binationselemente sind: Viola hirta. Inula salicina. Primula officinalis, Polygonatum odoratum. Silène nutans. Ranunculus polyanthemos, Potentilla alba, Laserpitium pruthenicum. Astragalus glycyphyllos. In dieser Subassoziation erreicht der Quercus pu­bescens durchschnittlich eine Höhe von 16 m und entwickelt eine äusserst schöne Laubkronenschicht; infolgedessen ist die Deckung der Strauchschicht gering. (15% im Durchschnitt) Auf Ebenen oder auf sanft hügeligem Terrain kommt es oft vor, dass higrophile Elemente in die Potentillo-Quer cion Assoziationen eindringen, z. B. in der Nähe von Burgenland, in West-Transdanu­bien, auf ungarischem Gebiet, im Nyiräder Wald. Bei Parndorf sind über das Gebüsch mit Prunus tenella und über den thermophilen Wald mit Quer­cus pubescens alle Übergänge bis zum higrophilen Ulmion vorhanden. So ist z. В . das Potentillo albae-Quercetum petraeetosum bereits mezophil-artig und die Quer­ceiaÜa-Charakterarten (Geranium sanguineum, Vin­cetoxicum hirundinaria, Viola hirta), fehlen darin gäzlich, ja sogar die Charakterarten des Potentillo albae-Quercetum fehlen aus dieser Assoziation. Diese Subassoziation kann derart aufgefasst wer­den, dass sie eine an Arten arme, mesophile Vari­ante des Potentillo-Quercetum ist. Die Höhe der Bäume beträgt infolge der schlechten Forstwirt­schaft und des Streusammeins durchschnittlich nur 7 m, auch ihr Durchmesser ist nur 10 cm. Auch die faciesbildende Poa nemoralis weist auf anthro­pogene Einwirkung hin. In der Laubkronenschicht wird Quercus pubes­cens in einigen Aufnahmen durch Quercus petraea ersetzt. Massenhaft ist Acer campestre und Cornus sanguinea zu finden. Wo die Deckung der Laub­kronenschicht nicht stark ist, dort kann die zusammenhängende Deckung der Krautschicht selbst 60% erreichen, während anderswo die Kraut­schicht sich wegen der geschlossenen Laubkronen nicht entwickeln kann und weist höchstens eine 10 %-ige Deckung auf. In dieser Subassoziation sind sehr wenige thermophile Geoelemente zu finden. So z. B. Lithospermum purpureo-coeruleum. b) Die Wälder des Potentillo albae-Quercetum im Leithagebirge. Dieses Gebirge ist zur Zeit des Tortoni-Horizon­tes empor getaucht, seine tektonischen Bewegungen waren zur Zeit der Entstehung der mittelpannoni­schen Schichten stark. Die Oberfläche der Land­schaft hat seit dem Diluvium in geologischer Hin­sicht keine wesentliche Änderung erlitten. Die herr­schenden Gesteine stammen aus dem Tertiär: Ton, Mergel, Leitha-Kalkstein, diluvialer Kies (wie in

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