Janus Pannonius Múzeum Évkönyve 23 (1978) (Pécs, 1979)

Régészet - Ecsedy, István: Die Siedlung der Somogyvár–Vinkovci Kultur bei Szava und einige Fragen der Frühbronzezeit in Südpannonien

DIE SIEDLUNG DER SOMOGYVAR-VINKOVCI KULTUR BEI SZAVA UND EINIGE FRAGEN DER FRÜHBRONZEZEIT IN SÜDPANNONIEN ISTVÁN ECSEDY I. Die Ausgrabungen Auf dem Gebiet des Ortes Szava (Komitat Ba­ranya, Kreis Siklós) in der, südwestlich des Ge­meindebahnhofes liegenden Bocsok-Flug führten wir ini Herbst 1975 eine kleinere Fundrettungs­grabung durch, sodann forschten wir in 1976 wei­tere Teile des Fundortes durch. Die Reste der ur­zeitlichen Siedlung wurden auf einer, vom Nor­den und Westen her an Bäche grenzenden Hü­gelspitze gefunden (Abb. 1., Taf. XVII. 1—2). Die oberen Schichten der Siedlung wurden teilweise infolge Erosion, andererseits infolge Ackerbearbei­tung vernichtet, so kamen im Verlaufe der Aus­grabungen ausschließlich Abfallgruben zutage (Taf. XVII. 3—4.). Die Größe des erschlossenen Gebie­tes beträgt nur 600 m 2 . Die Ausdehnung des Fun­dortes konnte, den gesammelten Scherben und Strohlehmstücken nach beurteilend, etwa 10— 15 000 m 2 betragen. Ein Teil der erschlossenen 35 Abfallgruben (3, 5, 9, 10, 12, 13, 17/b, 26) sind neolithischen Ursprungs, aus ihnen kamen die Scherben der Linearkeramik-Kultur Transdanu­biens zutage. Die Funde der frühbronzezeitlichen Somogyvár—Vinkovci Kultur kamen aus den Gru­ben 1, 2, 4, 6, 8, 14, 15, 16, 17, 19, 20, 22, 27 zutage (Abb. 2.). Wahrscheinlich stammen die, we­nige und unbedeutende Scherben beinhaltenden Gruben 7, 18, 23, 28, 30, 31 aus der Frühbronze­zeit. 1 Grübe 1.: Die Grube hat eine runde Form und ist dun­kelbraun ausgefüllt. Den oberen Teil der Grube haben die Bulldozer aufgewühlt. Funde: 2 Krüge: 1 Vorläufige Informationen über die Ergebnisse der Grabung: Ecsedy (1977). Das Fundmaterial be­findet sich im Janus Pannonius Museum zu Pécs. Inv. Nr.: Ő. 77. 1. 1. ff. 2 In den, das Fundmaterial darstellenden Tafeln zeigen wir außer den gefundenen Gefäßen auch die, aufgrund der Bruchstücke rekonstruierbaren Formen. Bei der Anfertigung der Rekonstruktionen berücksich­tigten wir die gefundenen Gefäße, die von anderen Fundorten bekannten Typen und die Proportionen der den einen Krug verzieren Kanneluren und Buc­kel, aber auch Bruchstücke von unverzierten Exemplaren kamen zutage (Taf. I. 1—4),- mit Kanneluren und flachen Buckeln verzierten Zwei­henkelkrug (Amphora) (Taf. I. 5) ; Bruchstück, einer Schüssel mit leicht profiliertem Rand; Rand­fragment einer innenverzierten Schüssel; Topf­bruchstücke (Taf. 1. 7—8); Bruchstücke eines un­ter dem Rand polierten, größtenteils besenstrich­verzierten Topfes mit angerauhter Fläche (Taf. I. 9). Auch die Bruchstücke eines kleinen, trapezför­migen Steinstichels (Taf. I. 6) und einer Steinaxt kamen zutage. Grube 2. .­Die Bulldozer haben auch diese Grube aufge­wühlt, nur ihr unterer Teil ist erhalten geblieben. Sie war klein, in ihrer Einschüttung war viel Strohlehm und Asche. Funde: Mit Kannelur ver­zierte und unverzierte Krüge (Taf. II. 1—2) ; klei­ne, walzenförmige, Zweihenkelkrüge (Taf. II. 3 —6) ; großer Krug (Taf. III. 1) ; Schüssel mit pro­liliertem Rand und mit Buckel- und Kannelurver­zierung (Taf. II. 8—11); große Schüssel, die un­ten eine angerauhte Fläche hat (Taf. II. 14) ; Fußschüsseln mit nach innen gebogenen Rand (Taf. II. 12—13) ; Bruchstücke von rippenverzier­ten Töpfen und mit Besenstrichoberfläche (Taf. II. 7, Taf. X. III. 2—4); und vier „Wagenrad­modelle" (Taf. II. 15—18). Außerdem kam auch das Bruchstück eines aus Geweih geschliffenen Meißels zutage. einzelnen Bruchstücke. Mit Hilfe der so angefertigten Rekonstruktionszeichnungen konnte die lange Beschei­bung der einzelnen Bruchstücke vermieden werden, gleichzeitig zeigen wir Zeichnungen gut die Gefäß­formen, die unserer Meinung nach die einzelnen Bruchstücke vertreten. Die Zeichnungen und Rekon­struktionen hat Péter Krasznai, Mitarbeiter des Janus Pannonius Museums angefertigt, der auch an der Ar­beit der Grabung teilnahm. Für seine sorgfältige Ar­beit möchte ich an dieser Stelle meinen Dank aus­sprechen. Janus Pannonius Múzeum Évkönyve (1978.) 23, p. 97—136. Pécs (Hungária), 1979.

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