Janus Pannonius Múzeum Évkönyve 19 (1974) (Pécs, 1977)

Természettudományok - Uherkovich, Ákos: Adatok Baranya nagylepkefaunájának ismeretéhez V. A gilvánfai Szilas-erdő nagylepkéi

BARANYA NAGYLEPKÉI V. 83 Beiträge zur Kenntnis der Macrolepidopterenfauna im Komitat Baranya V. Die Grossschmetterlinge des „Szilas"-Waldes bei Gilvánfa Á. UHERKOVICH Die bisherigen Ergebnisse der in der ungari­schen Drau-Tiefebene durchgeführten lepidopte-' rologischen Forschungen sind schon veröffent­licht worden (Uherkovich, 1971, 1972, 1974.). Wei­tere Untersuchungen wurden hauptsächlich in den südlichen Teilen der Komitate Somogy (Da­rány, Komlósd) und Baranya (Felsőszentmárton, Gilvánfa) durchgeführt. Besonders regelmässig habe ich die Lepidopteren-Fauna des sog. „Szi­las"-Waldes unweit Gilvánfa erforscht, wo wäh­rend 4 Jahren (1970—1973) zu 504 Arten gehöri­ge 60 007 Macrolepidopteren-Imagines erbeutet wurden. Der betroffene Wald ist als ein Überrest der ehemaligen ausgedehnten humiden Eichen­zw. Eichen-Hainbuchen- und Eichen-Eschenwäl­der slawonischen Typs (Querco robori — Carpi­netum bzw. Fraxino pannonicae-Ulmetum) zu betrachten. In den tieferen Lagen sind dabei auch Erlenbrüche, Weiden-Auen usw. zu finden. Dem artenreichen Baum- und Unterwuchs entspricht auch eine artenreiche Lepidopteren-Fauna. Die Aufsammlungen wurden in drei Jahren mit einer Quecksilberdampflampe 125 W durchge­führt, vom zeitigen Frühjahr bis ins Spätherbst. Die durchschnittliche Individuenzahl pro Nacht war ca. 650 Grossschmetterlinge, aber mehrmals hat die Individuenzahl 1000—2000 Ex., sogar 4­mal mehr als 2000 Exemplare erreicht. Der Grad der Aktivität wurde mit Hilfe der Dahl'schen Stundenintensität bestimmt. Dieser Wert war durchschnittlich 205 Ind. pro Stunde, bei starkem Anflug aber 600—800. Im 4. Untersuchungsjahr haben wir eine Licht­falle (modifizierter Jermy-Typ) mit 80 W Queck­silberdampflampe angewandt. Zwischen 16.2 — 25.12. hat die Lichtfalle 35 932 Exemplare erbeu­tet. Unter den Faktoren, die auf die Intensität der Aktivität der Schmetterlingsimagines gewirkt haben, spielt die Temperatur, der Grad der Him­melbedeckung bzw. die Windrichtung eine ver­gleichsmässig untergeordnete Rolle. Entscheidend ist dagegen die momentane Frontlage, die die Ak­tivität grundsätzlich beeinflusst. Überdurch­schnittliche Aktivität konnte immer bei der An­näherung von Störungen, bei sinkendem Luft­druck beobachtet werden. (S. Abb. 12—14— 16.). In postfrontaler Situation (— wenn auch kein erheblicher Temperaturrückgang ge­schehen ist —) oder in Hochdruckzonen haben wir regelmässig ein Minimum der Aktivität be­obachtet. Die lokalen meteorologischen Faktoren haben in störungsfreien Lagen eine modifizie­rende Wirkung. Im Lepidopterenbestand spielen die Laubfresser und Flechtenfresser eine charak­teristische Rolle. Die mono-bzw. polyphagen auf Quercus-lebenden Arten bilden 39% des gesam­ten Artenbestandes, aber auch die auf Hainbu­chen, Weiden, Pappeln und Erlen lebende Arten sind reichlich vertreten. Als Forstschädlinge galten in der Untersu­chungsperiode: Operophthera brumata L., Eran­nis defoliaria Cl., Orthosia cruda Schiff, im letz­ten Jahr (1974.) aber hat Lymantria dispar L. ei­nen Kahlfrass verursacht. Letztere Art ist als ein regelmässiger Schädling zu betrachten (Kul­minat ionsjahre: 1965—66 bzw. 1973—74.) Die Menge der auf Baumflechten lebenden Arten hat 20% erreicht. Auffallend sind auch die arten-und individuenreich vorkommenden Hochstauden­flur-Arten, die sonst für Mittelgebirgszonem cha­rakteristisch sind. Auch die Leitarten der Sumpf­Moor- und mesophilen Wiesen gehören zur Fau­na, während die Arten der Trockenrasen, der xerothermen Eichen-Steppenwälder usw. durch­aus fehlen. In der Faunenliste sind auc die Quantitativen Angaben über das Vorkommen der einzelnen Arten veröffentlicht: (a) Lichtfang, (b) Lichtfalle, (%) Dominanz in %.

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