Janus Pannonius Múzeum Évkönyve 16 (1971) (Pécs, 1972)
Régészet - Bándi, Gábor: Untersuchung der Bestattungsbräuche bei bronzezeitlichen Brandgräberfelden
UNTERSUCHUNG DER BESTATTUNGSBRÄUCHE BEI BRONZEZEITLICHEN BRANDGRÄBERFELDERN GÁBOR BANDI Bei der Bearbeitung der urzeitlichen Brandgräberfelder ist die Geschlechts- und Altersbestimmung des anthropologischen Materials und durch diesen die demographische Auswertung der fraglichen Bevölkerung immer schwerer zu entbehren. In der ungarischen Forschung hat die anthropologische Untersuchung mit solcher Tendenz im Jahre 1968 angefangen. Erst wurde das Gräberfeld von Környe-F ácánkert der nordtransdanubischen Gruppe der Bevölkerung der bronzezeitlichen inkrustierten Keramik solcherweise bearbeitet, wo die anthropologische und archäologische Probleme schon gemeinsam in der Publikation auftraten. 1 Während der vorigen Jahre gab es eine Möglichkeit um dise Forschungsarbeit fortzusetzen. Die Auswahl solcher Fundorte, wo ein unmittelbarer Vergleich mit den Ergebnissen von Környe sich bot und solcherweise eine Möglichkeit zur Kontrolle zu erschaffen ist, hat sich zweckentsprechend erwiesen. Im Verbreitungsgebiet der nordtransdanubischen Gruppe der Bevölkerung der inkrustierten Keramik wurden zwei solche Gräberfelder von größerer Gräberanzahl freigelegt, wo durch archäologischen Beobachtungen und durch das Quantum des anthropologischen Materials eine komplette Bearbeitung ermöglicht wurde. Das Gräberfeld von Mosonszentmiklós-] ánosházapuszta befindet sich in einem des Gestaltungszentrums der nordtransdanubischen Gruppe (N/A lokale Gruppe). Die Anzahl der freigelegten Gräber beläuft sich auf 107, davon wurde das Befundmaterial von 74 Gräbern auch archäologisch mitgeteilt. 2 An den Fundorten von Siófok-Széplak-Vadkacsás ist die Bestimmung der Gesamtausdehnung eines Brandgräberfeldes im Jahre 1969 an die Reihe gekommen. Im dreiviertel Teil des Gräberfeldes wurde es ermöglicht nur die Identifikation der zerstörten Gräber und das Einsammeln der gräberweise erhalten gebliebenen Funde und des anthropologischen Materials durchzuführen. Durch den kleineren Teil wurde vollwertiges Material geliefert. 3 Dieser Fundort ge1 Bándi-Nemeskéri 1971. 2 Uzsoki 1963: 5-89.; Bandi 1971, Bestimmung der lokalen Gruppen auf Grund der Verbreitung der Fundorte. 3 Das Freilegen des Gräberfeldes wurde von dem Verfasser durchgeführt. Das Befundmaterial befindet sich im Rippl-Rónai Museum (Kaposvár). Das Gräberfeld wird in der Monographie dieser Kultur bearbeitet werden. hört zur lokalen Gruppe der Umgebung von Veszprém (N/C Gruppe), er befindet sich in deren jüngsten nach Südost ausgedehnten Bezirk. Sein spezielle chronologische Lage wird durch die zur Hügelgräberkultur gehörigen Grabgruben des Gräberfeldes beglaubigt. 4 (Abb. 1.) Abb. 1. i: Mosonszentmiklós-Jánosházapuszta. 2: Környe-Fácánkert. 3 : Siófok-Széplak-Vadkacsás Die Bearbeitung des anthropologischen Brandmaterials und der Demographie der, zwei Gräberfelde wurde von Zsuzsanna К. Zoffmann vollgebracht. 5 Ein gewisser Überblick zum Bestattungsritus einer im geschlossenen Gebiet sich verbreiteten, in ihrer Herkunft und Geschichte ziemlich wohlbekannten Volksgruppe wurde durch die veröffentlichten Daten jetzt schon ermöglicht. 6 Im Besitz der anthropologischen Daten der Gräberfelder also (ohne die klassische archäologisch-historische Probleme zur erwähnen) versuchen wir die Beobachtungen und vergleichende Untersuchungen zusammenzufassen, die einen Einblick in den Brauch der Bestattung und Grabbeigabenverteilung ermöglichen. /l Bandi 1971, Umgrenzung der N/C lokalen Gruppe.; Bdndi-Kovdcs 1970: 25-30.; Kemenczei 1968: 166-186, 159— 164. 5 Zoffmann 1971. G Bandi 1965: 61-74.; Bandi 1967: 25-33.; Bandi 1911.; Kemenczei 1968: 159-164.; Bándi-Kovács 1970: 27-28.