Janus Pannonius Múzeum Évkönyve 16 (1971) (Pécs, 1972)

Régészet - K. Zoffmann, Zs.: Antrhopologische Untersuchungen der mittelbronzezeitlichen Bevölkerung der Gräberfelder von Mosonszentmiklós–Jánosháza puszta und Siófok–Széplak (Ungarn)

ANTHROPOLOGIE DER MITTELBRONZEZEITLICHEN BEVÖLKERUNG 49 Leben ausgefallenen rechtseitigen Zähne Ï2, С und PMi, deren Alveolen schon im Absorbzustand sind, ist die Spur einer chronischen, offenen Zyste zu beo­bachten. Auf grund des ziemlich fragmentarischen Mate­rials, können wir über die Bevölkerung der nord­transdanubischen Gruppe der inkrustierten Keramik nur mit sehr großem Vorbehalt annehmen, daß sie - ihren Knochenreliefen gemäß - in ein grazil Typus gehören konnten. Diese Annahme wird durch die Daten der Körpergröße,, die mit der Hilfe der Methode von MÜLLER (1958, 1958—1959) auf Grund des Durchmessers des Capitulum radii be­rechenbar waren, untergestützt (Tabelle 10.). Eine Bevölkerung von grazil Typus wurde auch im Fun­dort von Környe-Fácánkert begraben (BÁNDI-NE­MESKÉRI T970). Gleichzeitig lassen aber die mehrmalige Vorkommen der Nahtknochen bzw. Inkabeine so im Fall des Gräberfeldes von Moson­szentmiklós, wie auch in dem von Siófok (Gräber 2, 74/2 bzw. 65, 106/3.) m it großem Vorbehalt auf einer Vermischung dieses grazilen Typus mit einem anderen, robusten Typus folgern. 8 8 Ich möchte noch meinem Dank J. Nemeskéri und K. K. Ery für die Tätigkeit, die mir als Lektoren erwiesen ha­ben, M. Cziffra für die deutsche Übertragung dieser Abhand­lung, ferner K. Szijártó für die Vollendung der graphischen Arbeit aussprechen. Abb. 6. - Prozentuale Verteilung (d ) der Gestorbenen der Population von Mosonszentmiklós im Vergleich mit den gleichen Daten sonstiger urzeitlichen Bevölkerungen. 1: Mosonszentmiklós, 2: Környe-Fácánkert, 3: Cîrna, 4: Alsó­némedi, 5 : Tiszapolgár-Basatanya.

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