Janus Pannonius Múzeum Évkönyve 16 (1971) (Pécs, 1972)

Régészet - K. Zoffmann, Zs.: Antrhopologische Untersuchungen der mittelbronzezeitlichen Bevölkerung der Gräberfelder von Mosonszentmiklós–Jánosháza puszta und Siófok–Széplak (Ungarn)

ф К. ZOFFMANN, ZSUZSANNA Geschlechts- und Alterbestimmung, demo graphische Analyse Die Geschlechts- und Altersbestimmung (Tabelle 3.-4.) im Fall der in großen Mengen erhaltenen makro- oder mesofragmentierten Knochen konnte mit klassischen Methoden durchgeführt werden (SCHOUR-MASSLER 194-1, JOHNSTON 1961, NEMESKÉRI-HARSÁNYI-ACSÁDI 1961, ÉRY­KRALOVÁNSZKY-NEMESKÉRI 1963). Die Ge­schlechtsbestimmungen von erwachsenen Altersgrup­pen, mit Verwendung der Methode der komplexen Altersbestimmung von ÉRY-KRALOVÁNSZKY­NEMESKÉRI 1963), das Sexualdimorphismus und Grazilität der Serie ins Betracht gezogen, weisen ver­hältnismäßig zuverlässige Ergebnisse auf. Die An­nahme der von SCHAEFER (1961) vorgeschlagenen speziellen metrischen Daten zwecks einer Ge­schlechtsbestimmung (Dens epistropheus, Processus mastoideus) wegen der wesentlich niedrigen Vor­kommenrate dieser Knochenfragmente (Tabelle 8.) war unmöglich durchzuführen bzw. als zuverlässig zu betrachten. Aus Mangel an zur Geschlechtsbe­stimmung geeigneten Skeletteilen beruht die Gc­schlechtsbestimmung der Erwachsenen auf der Aus­bildung der Knochenreliefe und auf den einzelnen absoluten metrischen Daten. Die Methoden von THIEME, GEJVALL und GRIMM-THEISS (cit. STLOUKAL 1957), welche die Dicke der Schädel­wand und der Substantia compacta der Röhrenkno­chen zur Geschlechtsbcstimmung benutzen, können einerseits nicht als endgültig betrachtet (STLOU­KAL 1957: zwischen den Schemata zeigen sich we­sentliche Abweichungen), anderseits nur schwierig verwendet werden, da die genaue anatomische Stel­le der einzelnen Knochenfragmente meistenteils un­möglich zu bestimmen ist. Die komplexe Altersbe­stimmungsmethode von NEMESKÉRI-HARSÁ­NYI-ACSÁDI (1961), wegen des teilweisen Erhal­tungszustand des verbrannten Knochenmaterials konnte nur in großen Züge verwendet werden. Meist standen nur Naht-Fragmente der Altersbestimmung zur Verfügung, diese Fragmente bilden aber nur etwa 10-20% der drei Hauptnähte des Schädels. Beim nur auf solchem Grund bestimmten Lebens­alter mussten wir immer mit einer sehr großen Feh­lergrenze rechnen; um die größere Fehler vermeiden zu können, faßt die Altersbestimmung bei solchen Fällen immer zwei Altersgruppe um (Ad.-Mat., Mat.-Sen.). Durch Fragmente von Structura spon­giosa wird die Möglichkeit der Alterbestimmung einigermaßen vergrößert. Um die Facies symphyseos Teile des Beckenknochens im verbrannten antropo­logischen Material vorzufinden, in allgemeinen und in unserem Fall gleicherweise besteht eine minimale Wahrscheinlichkeit. Aus Mangel an auswertbaren Zähnen (Inf. I.—II.) oder zur Altersbestimmung geeigneten Knochenteilen, auf Grund der einzelnen Knochenfragmente und der absoluten metrischen Da­ten bzw. der Dicke der Substantia compacta, wurde eine Möglichkeit nur zur groben Absonderung der Kinder- und Erwachsenen-Altersgruppen ergeben. Beide Gräberfelder wurden nur teilweise freige­legt, so sind ihre demo graphischen Daten nur mit Vorbehalt zu behandeln. Nur etwa 50% des anthropologischen Materials des Gräberfeldes von Siófok stammt aus archäolo­gisch systematisch freigelegten Gräbern, die zurück­gebliebene 50% besteht aus zerstörten, in einigen Grabspuren der ausgepflügten Gräber erhalten ge­bliebene, anthropologisch nicht auswertbare (von Grab zu Grab 1-20 Stücke) Knochenresten. Das aus systematischer Ausgrabung stammende auswert­bare 50% beträgt nur 22 Gräber, durch welche die Bevölkerung des Gräberfeldes repräsentiert 10 15 20 25 30 35 40 45 50 55 60 65 70 75 80 Abb. 3. - Überlebensordnung der Population von Mosón szentmiklós

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