Janus Pannonius Múzeum Évkönyve (1960) (Pécs, 1961)

Füzes Endre: A Janus Pannonius Múzeum szaru sótartói

Ш Hizüá ÈNME der des Gravierens voraus. Nach Dotmanovszky be­weisen datairtem Gegenstände entschheidend dass die Technik des Gravierens und das Kolopieren mit S'egellack zuerst angewandt wurde, obzwar er diese Tatsache nicht erklären konnte. Es ist zwar wahr, das die Graviertechnik und die Farbgebung mit Siegellack, die den Einlegearbeiten des Kunstge­werbes nahestehen, logisch als höher entwickelt zu betrachten wären als die Ritztechnik, doch nur scheinbar. Auf Grung unserer Sammlung müssen wir Domanovszky recht geben, d. h. wir müssen den zeitlichen Vorrang der Technik des Gravierens und dem Kolorieren mit Siegellack geben. Unserer Ansicht nach kann man dein Oben erwähnten lo­gischen Widerspruch, auf Grund der eingehenden Untersuchung der Technik und der geschmückten Gegenstände erklären, doch ;ist das im Rahmen dieses Aufsatzes nicht möglich. Unsere Sammlung kann auf Grund der zwei Arten der Schmückungstechnik in zwei Gruppen geteilt werden: gravierte und geritzte Gegenstände. Charakterristisch für die gravierten Salzfässer ist, es, dass ihre Ornamente meistens stilisierte Blumen geometrischen Charaktere sind (HO., 119., 27., 34., 36. Abb.). Auf einigem sind auch figurale Ornamente zu sehen (ilß., 3©., .50. Abb.). — Die Ornamente der geritzten Salzfässer sind viel leichter, viel genauer ausgearbeitet und die minuziöse Zeichnung ist viel ausdrucksvoller. Diese Salzfässer können wir in vier Gruppen einteilen. In die erste Gruppe gehö­ren diejenigen, auf deren Oberfläche Pflanzen- und Tierdarstellungen zu sehen sind (4,, Щ, 21. Abb.). In die zweite Gruppe gehören diejenigen Salzfässer eingereiht, auf deren Oberfläche Einzelmenschen dragestellt sind. (24. Abb.). In die dritte und zahl­reichste Gruppe gehören die Stücke, auf déren Fläche den Mittelpunkt des Ornamentes mensch­liche Gruppierungen bilden, die etwas auszu­drücken wünschen. Die Mehrzahl der Szenen stel­len iirn Wirtshaus zechende, sich dort mit „Pan­dúrén" begegnende „Betyárén" dar. (7.,, 8., 2ß., 44., 415., 47., 48., 31., S3. Abb.). In die vierte Gruppe gehören die in den letzten Jahrzehnten erzeugten Salzfässer. Charakteristisch für sie ist es, dass ihre gelb gefärbten Ornamente vorwiegend pflanzlich sind (39., 411., SK, Ш., 60'. Abb.). Im allgemeinem ist auch für den Deckel der Salzfässer, besonders für diejenigen der Gravierten eine unterschiedliche Technik charakteristisch. Meistens wurden von den Schnitzern pflanzliche Motive angewandt. (14., l!8., 3i3., 36., W. Abb.). Dage­gen war der Deckel der geritzten Salzfässer im allgemeinen mit plastischer Schnitzerei verziert. Auch hier überwiegen .pflanzliche Motive (I112L, 23., 40.,, 46., 66., 150., 612. Abb.). Leider beschäftigte sich unsere Fachliteratur für Ornamentik, von einigen kurzen Anmerkungen abgesehen, nicht mit den Horn-Salzfässern. Auch haben die genauen Beschreibungskataloge der ein­zelnen Sammlungen gefehlt. Bis diese nicht zur Verfügung stehen, vermögen wir unsere Sammlung, im einzelnen oder in ihrer Gesamtheit, nicht mit dem entsprechenden Gegenständen anderer Gegen­den zu vergleichen. Auch bei dieser Lage der Dinge kann aber auf Grund der charakteristischen Orna­mentik der Salzfässer festgestellt werden, dass dieser Teil der Sammlung in den Kreis der volk­lichen Schnitzereikunst Transdanufoiens, und inner­halb derselben in den der Gegend südlich des Plat­tensees gehört.

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