Janus Pannonius Múzeum Évkönyve (1960) (Pécs, 1961)

Reuter Camillo: Pécs város neve

A MOHÁCSI CSATAHELY KUTATÁSA 251 Nagy tömgesírojk rejtőznek az egykori Köl­kedi csárda helyének közelségében is, s in­nen délre, talán a Feketekapuig: a magyar tábor halottainak nyugvóhelyei. A közbülső területeken, jó 3 km széles­ségben, számos kisebb-nagyobb tömegsír és sok egyéni sír lehet a földtakaró alatt. Fel­jebb északra, északnyugatra, Nagynyárád— Lajmér térségébein is folytak küzdelmek, ezek halottait ugyanazon helyeken temethet­ték el. A török sereg halottainak nyugvóhelyét főként a Majstól DK-re eső térségben, a te­rasz lábától kiindulva kell keresnünk. Bizo­nyosan rendezettebb, a rituális előírásoknak is megfelelő helyzetben találjuk azokat. Unter der am unteren Lauf der Donau liegen­den Stadt Mohács, auf einer Ebene von ungefähr ©0 km 2 Ausmasses, spielte sich am 29 August des Jahres 15126 das in der Geschichte als „die Schlacht von Mohács" bekannte Gefecht ab, nach dessen Beendung der grösste Teil des Landes für anderthalb Jahrhunderte unter türkische Herr­schaft geriet. Die verlorene Schlacht lebt niemals verbleichend in der Erinnerung des Ungarischen Volkes. Sie war immer ein hervorgehobener Gegenstand der Ge­schichte und von der zweiten. Hälfte des vorigen Jahrhunderts auch der sich damals zu entwickeln beginnenden Kriegsgeschichte. Die kriegsgeschichtliche Forschung deckte auf Grund ungarischer, türkischer, italienischer und deutscher Quellen sehr viele Einzelheiten des Ab­laufes der Schlacht auf, und wünschte den genauen Ort derselben u bestimmen, doch koninte sie, nach dem Versiegen der Quellen, in zahlreichen Bezie­hungen nicht zur endgültigen Lösung der Fragen gelangen. Besonders die Bestimmung des engeren, wirklichen Gebietes der Schlacht blieb ziemlich im Dunkeln, infolgedessen waren es die Kriegsge­schichtler selbt, die betonten,, dass die endgültige Lö­sung nur mit Hilfe der Archaeologie herbeigeführt werden kann. Im dieser Richtung unterblieb jedoch lange Jahrzehnte lang jede bedeutendere Initia­tive. Die Arbeit gibt einen Überlick über das sich vom Standpunkt der archaeologischen Forschung als brauchbar erweisende Material der ungarischen und türkischen Quellen, sowie die Feststellungen der Kriegsgeschichtsliteratur, und wünscht, all die­se kritisch betrachtend, sie für die bereits in Gang gebrachten und fortzuführen gedachten Grabun­De nem hanyagolhatók el a népi hagyo­mány adatai seim. így a nagynyárád—-majsi Törökdűlő, továbbá a Kneiding'er-térképeken Földvár praedium keleti szélén, a Borza mel­letti „Törökes", „Törökös" elnevezéssel fel­tűntetett terület. Természetesen senki nem gondolja, hogy valamennyi tömegsírt meg lehet találni, s fel kell tárni. Ehhez felmérhetetlen munkára és anyagi fedezetre volna szükség, emellett ennek értelme, célja sem volna. A csatatér szűkebb helyének, a küzdőtér­nek megállapítása azonban, néhány kisebb feladat megoldása mellett, neim elérhetetlen kívánság], s remélhető, hogy ahhoz a több évre tervezett, tervszerű kutatások el is vezetnek. gen nutzbringend zu verwerten, weiter gibt sie die Ergebnisse der durch das Janus Pannonius Museum in Pécs im Laufe der Jahre 1939 und 1960 ausge­führten Auegrabungsarbeiten bekannt. Im Laufe der Ausgrabungen des Jahres 1960 kamen am unteren Teil der Ebene, 6 km südwest­lich von Mohács, in der Nähe des Zentrums des staatlichen Gutsbesitzes Sátorhely die beiden ersten Massengräber der Schlacht zum Vorschein. Das Grab Nr. I, das grössere, hat die Form eines stumpfen Keiles und ist insgesamt 14,5 m lang, 2—2,3 m breit und 1,5 m tief. Die Skelett­Teile wurden bereits in einer Tiefe von 40'—50 cm sichtbar. Im Grab wurden ungefähr 140 Tote der Schlacht am darauffolgenden Tage begraben, in völliger Unordnung, in zwei bis sechs Schichten übereinander aufgefunden. Im zweiten, Grab Nr. II, liegen ungefähr 80 Skelette (eine genauere Ziffer steht uns vorläufig nicht zur Verfügung, de man die Knochen nicht berührte und provisorisch wieder zuschüttete). Die­ses kleinere Grab ist annähernd ziegeiförmig und besitzt eine Länge von i&,5 m, eine Breite von 2— 2,i65 m und eine Tiefe von 1,5 m. Die Lage der Ske­lette lässt auf eine noch eiligere, noch oberfläch­lichere Begrabung schliessen; in diesem Grab ist ein noch grösseres Durcheinander als im ersten. Ungefähr ein Drittel der Skelette ist unvoll­ständig, die abgeschlagenen Schädel, die in den türkischen Quellen oft erwähten Beweise tür­kischer Kampfart, wurden an verschiedenen Stellen der Gräber gefunden. Das Alter der Massengräber wird ausser ihren Fundort und Charakter auch durch die dort ge­fundenen, aus den Jahren 1910—1623 stammenden silbernen Groschen bestimmt. An anderem Fund­material sind die Gräber äusserst arm, da die auf DIE FORSCHUNG DES SCHLACHTFELDES VON MOHÁCS LÁSZLÓ PAPP

Next

/
Thumbnails
Contents