Janus Pannonius Múzeum Évkönyve (1956) (Pécs, 1956)

Dombay János: A domolospusztai gót sírlelet

124 JÁNOS DOMB AY ihrer Kopfplatte erinnert an die der Plattenfibeln und hütet die Erinnerung, an die enge genetische Verbindug 'mit ihnen. Davon zeugt auch das Ranken­ornament, welches schon auf den schmükenden Aufsätzen der Plattenfibeln vor­kommt. 41 Die Fuss- und Kopf platten der Fibeln, die Seiten der Bügel und meistens auch die beiden Seiten des Schnallendornes, bedecken reiche Ranken­ornamente, doch nehmen auch die verschiedenen getriebenen und gravierten Muster, oft mit Nielloeinlage, einen bedeutenden Platz in der Verzierung, ein. An den äusseren Seite des Rahmens der Kopf platte befinden sich Knöpfe oder Tierköpfe. Ihre Zahl ist wechselnd, meistens sind es fünf. Gewöhnlich ist am Ende des Pousses, ein, in Vorderansicht dargestellter Tierkopf, den von beiden Seiten, je ein hakenschnabeliger Raubvogel zerfleischt. Meistens ist nur von einem Vogelkopf die Rede, der auf einem gekrümmten Hals sitzt. Ganze Vogel­gestalten sind selten. Manchmal bilden sie, mit den am Ende des Fusses sitzen­den, in Vorderansicht dargestellten Vogelkopf die selbe dreiteilige Kompo­sition, wie die Vogelköpfe, die nur auf einem Hals sitzen 42 ; seltener befinden sie sich an der äusseren Seite des Fibelfusses. 43 Die Vogelköpfe sind meistens kleine zylinderförmige Zellen, in welchen flachgeschliffene rote Steine sitzen, die das Auge des Vogels anzeigen. Solche Steine finden sich auch in den run­den Zellen, die aus dem Rahmen des Fusses teilweise hervorragen. Die Schnallen wurden im Wesentlichen mit einer ähnlichen Technik, in ähnlicher Ausführung und aus ähnlichem Material verfertigt. Über aas reiche Rankenornament hinaus, welches die Platte des Riemenbeschlages den Schnal­lenring und die äussere Seite des Schnallendornes bedeckt, erscheint an dem hinteren Teil des Schnallendornes einiger Schnallen, zweiseitig, auch ein eigen­artiges Viereckmuster (T. XXII. 3.). 44 Auf den Dornen anderer Schnallen finden wir, zwischen den geschmückten Flächenteilen, eine cca. 1 cm breite, etwas vertiefte, glatte Fläche (T. XXII. 3., T. XXIII. 8—9 >, auf seinem Ende aber, einen nach rückwärts ausgreifenden und blickenden, 'hakenschnabeligen Raubvogel­kopf, der auf einem dreiseitigen prismatischen Hals sitzt (T. XXII. 3.. T. XXIII. 8.). -.':(. '....[* Indem wir uns mit den Funden von Domolospuszta beschäftigen, trach­ten wir nicht nach Vollständigkeit, sondern nur danach, auf Grund der uns bekannten Funde und der erreichbaren Literatur, die nahen Verwandten unse­rer Funde von Domolospuszta, — hauptsächlich unter den ungarischen Funden — zu bestimmen. Die unvollständige Fibel von Dunaföldvár, 45 unterscheidet sich insoweit von unserer, dass auf der äusseren Seite des Rahmens der Kopf platte, fünf Knöpfe sind, die auf einem niedrigen Hals sitzen; die Seiten des Bügels sind glatt, auf der äusseren Seite den Rahmenleiste der Fusspartie, befinden sich nur drei Paare runder Zellen. Die Fibeln von Gáva (T. XXIII. 4—5.) sind 29,2 cm lang. Auf ihrer halb­kreisförmigen Kopfplatte befinden sich drei gehörte Tiere.fMan befestigte sie mit je zwei Nägeln an dem Rahmen. Ihre Augen sind gleich derer von Domolos­puszta, kleine, runde, rote Steine. Ausser ihnen sind auf der Rahmenleiste acht­41 L. Kovrig L, z. W. S. 1,17. 42 N-. Aberg, Die Franken und Westgoten ... S. 64. Abb. 84. 4:i Ebendort. Abb. 87. 44 Jósa A., z. W. Abb. 3. 45 A. É. XIV. (1880), S. 141.

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