Janus Pannonius Múzeum Évkönyve (1956) (Pécs, 1956)

Dombay János: A domolospusztai gót sírlelet

Durch das Einhängen des Riemens wurde der Schnallendorn belastet, erhob sich nach rückwärts, so konnte sich der Gürtel von selbst öffnen. Dies zu verhindern war eine Sfcherungkonstrüktion auf der entgegengesetzten Seite nötig. Auf der unteren Platte des Schnallendornes ist eine Mulde, in dessen rückwärtiges Ende eine kleine viereckige Eisenstange fixiert ist. Aus der Mitte der äusseren nach der Mulde sehenden Seite dieser Stange, steht der Stumpf eines stärkerem (Ma^s 3X2 mm) Eisanstabes in die Mulde hinein (T. XXII. 4.). Sein Ende zeigt einen Bruch. Die Fortsetzung dieses Stabes lag in der Mulde. Da die Mulde bis an das Ende des iSchnallendornes reicht, war der Eisenstab länger. Aus dem Ende des Stabes das aus der Mulde herausragte, formte man einen nach unten (Bild 4. 1—3) éventuel nach oben (Bild 4. 2.) gebogenen Haken, den man in einen der Löcher, oder Schlingen, die der Riemen basass, einhakte. Die Tragkraft dieses Hakens war das Gegengewicht, das die Belastung des rück­wärtigen Teiles des Schnallendornes, im Falle des Einhakens, aufwog. Der Eisen­% stab selbst also der Stiel des Hakens, lag der Mulde; war also unsichtbar. Im Gebrauch hätte sich der Stiel des Hakens, vom Schnallendorn abwärts, verbiegen können (als Folge des dauernden Gerade rich tens, wäre er auch abgebrochen), hätte sich nicht in die Mulde gelegt und so hätte auch der Schnallendorn nicht richtig auf seinem Platz liegen können. Um dies zu verhindern, verwendete man, an der cca 1 cm breiten, etwas vertieften, glatten Stelle, die zwischen den verzierten, flachen Teilen des Schnallendornes vorhanden ist, einen Verband aus Metall oder Leder, der an dieser Stelle auch die Öffnung der Mulde ver­sperrte. An anderen Schnallen (z. Bsp. an der von Bácsordas), versperrte man den rückwärtigen Teil der Mulde, mit einer aufgelöteten MetaUplatte und konnte ihn auch noch mit dem Verband sichern. Der grosse, geschmückte Schnallendorn ist demnach ein Pseudo-Schnallen­dorn, der in Wirklichkeit den Verschluss des Gürtels in sich trug. Diese Lösung war notwendig, weil 1. für den grossen Dorn ein zu grosses Loch im Riemen' notwendig gewesen wäre, 2. weil der Schnallendorn selbst es unmöglich ge­macht hätte, den in den Schnallenring eingezogenen Riemen ordentlich zu legen, oder abzubiegen, 3. weil durch die Führung des freien Riemeniendes über den Schnallenbeschlag, der am reichsten geschmückte Teil der Schnalle (der Schnallenbeschlag), unsichtbar geworden wäre. Es war schon die Rede davon, dass man in das Spiralornamerit der äusseren Seite des Schnallenringes, vorne, gegenüber dem ausgeschnittenen Teil seines Randes (seiner Sohle), ein etwas über die Ebene der Spiralen hinausstehendes Glied eingeschaltet hat, das oben 3, in der Mitte 2—2,5 mm breit ist (T. XXII. 1.). Seine unteren, sich verdünnenden Spitzen, laufen in die Linie, der beiden angrenzenden Spiralen hinein. Wenn damit nur erreicht werden sollte, dass die untere Platte des Schnallendornes, des Schnallenring nicht abnütze, hätte sein unterer waagrechter Teil, "oder ein anderes, schmales, einfaches, waagrechtes Leistenglied genügt. Dieser vertikale Teil, verhinderte also nicht die abnützende Tätigkeit des Schnallendornes, sondern des Hakens der in dessen .muldenartiger Vertiefung liegt. Darauf deutet auch, dass der Rand des Schnallenringes, beim Einschnitt, in der Mitte tiefer ausgewetzt ist, als an den beiden Seiten, was nur auf die Tätigkeit des, in der Mulde liegenden Hakenstiele zurückgeführt wer­den kann. f" '•'•;•;'. Wir haben keine nähere Angaben darüber, wo und wie die'-Schnalle lag, so müssen wir uns damit begnügen, dassdies ,,in der Gegend des Bauches" war.

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