Bárth János szerk.: Cumania 20. (A Bács-Kiskun Megyei Önkormányzat Múzeumi Szervezetének Évkönyve, Kecskemét, 2004)
Bereznai Zsuzsanna: Levesek, mártások és főzelékek az alföldi sváb paraszti és polgári konyhán
372 BEREZNAI ZSUZSANNA Auch die verschiedenen Varianten der Kohl mit Knödel sind zur traditionellen deutschen Küche zu knüpfen. Die Schwaben wissen aber auch, dass sie die gefüllten Kohlrouladen von den Ungarn gelernt haben. Das Letscho haben sie auch von den Ungarn und den Südslawen übernommen, aber das Letscho mit Kartoffeln halten sie für eine schwäbische Spezialität. Von den Gemüseeintöpfen waren die Kürbis-, Trockenbohnen- und Kartoffeleintöpfe die häufigsten Gerichte der alten bäuerlichen Küche. Am Anfang des 20. Jahrhunderts erschienen dann die verschiedensten frischen Gemüsesorten in der bürgerlichen, ab den 60er Jahren auch in der bäuerlichen Küche. Die schwäbische und die ungarische Würztraditionen existieren heute parallel zueinander auch innerhalb derselben Familie, aber sie wissen auf jeden Fall, welche die alte schwäbische, und welche die neuere ungarische Variante ist. Bei bestimmten Gerichten hängen sie auch an der schwäbischen Version. Bei der Zubereitung der verschiedenen Sossen versuchen sie einen süss-sauren Geschmack zu erreichen, was bei bestimmten Speisen das Wichtigste ist. Die süss-sauere Sosse (siß-sauerlichi Brih) nennen sie schwäbisch. Bei dem Verzehr von Festsuppen existieren die alten Aromatisierungsarten bis heute: mit einem Löffel saueren Kohleintopf oder saueren Kartoffeleintopf wird die Suppe gesäuert oder sie essen auch heute noch saure Gurken dazu.