Bárth János szerk.: Cumania 18. (A Bács-Kiskun Megyei Önkormányzat Múzeumi Szervezetének Évkönyve, Kecskemét, 2002)

História - Janó Ákos: Egészségügyi viszonyok a gyermekhalandóság Szankon a XIX. században

259 Ákos Janó GESUNDHEITLICHE VERHÄLTNISSE UND KINDERSTERBLICHKEIT IN SZANK IM 19. JAHRHUNDERT - Auszug ­Zwischen der Donau und der Theiss, dort wo die ehemaligen, während der Türkenzeit entvölkerten Dörfer lagen, entstanden gewaltige Steppen (Pußta), die erst am Anfang des 19. Jahrhunderts besiedelt wurden. Nachdem die vorher gemein­schaftlich genutzten Steppen in Einzelbesitz übergingen, wanderte eine besitzlose, arme Bevölkerung aus den umliegenden Regionen hierher und bildete bis zum Ende des Jahrhunderts das Siedlungsnetz der Neuzeit. In einer seiner früheren Arbeiten verfolgte der Autor die Ansiedlung und die demographischen Verhält­nisse von Szank anhand von Daten der Geburts-, Trauungs- und Todesbücher. In der vorliegenden Arbeit untersucht er das Ausmass der Kindersterblichkeit und dessen Ursachen. In diesem Jahrhundert gab es - laut der Bücher - insgesamt 1629 Todesfälle, von denen 1006 tote Kinder unter 11 Jahre waren. Das ergibt einen Prozentsatz der Kinder-sterblichkeit von 61,7%. Janó hat untersucht, wieweit dieses bedeutsame Kindersterben die einzelnen Familien betraf und wieweit dafür die mangelhafte soziale und gesundheitliche Situation der Bevölkerung, die Vernachlässigung des Schutzes gegen Krankheiten, das unentwickelte Gesundheitswesen und weiterhin die Folgen ansteckender Krank­heiten und Epidemien verantwortlich gemacht werden können. Bei dieser letzten Frage fand er jedoch keine eindeutigen und sicheren Anhaltspunkte. Die Analysen brachten aber auch so nützliche Schlussfolgerungen, sie beleuchteten die früheren Lebensverhältnisse der Bevölkerung und deren Lebenskampf.

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