Bánszky Pál – Sztrinkó István szerk.: Cumania 9. (Bács-Kiskun Megyei Múzeumok Évkönyve, Kecskemét, 1986)

Néprajz - Mándics Mihály: A csávolyi bunyevácok lakodalmi szokásai

404 MÁNDICS M.: A CSÁVOLYI BUNYEVÁCOK ... Verfasser beschreibt hier die Kleidung und Abzeichen sowie Verzierungen, den Zeitpunkt des Hochzeit­sittens und den dazugehörigen Text. Im zweiten Teil der Studie wird die Hochzeit vom Brautbitten bis hin zum Abschiednehmen der Gästeschar beschrieben. Hier werden auch kleinere Momente zwischendurch näher beleuchtet: Wie die traditionellen Handlungen einzelner Würdenträger (Gevatter = kum, Hochzeitsvater = stari svat). Die Reihenfolge der Ereignisse und ihr Ritus geben hier den Gegenstand ab. Die Hochzeitsfeier wurde stets an zwei Stellen veranstaltet: einmal bei der Braut und einmal beim Bräutigam. Überall spielten sich zahlreiche traditionelle Momente ab: In einer bestimmten Ordnung begab sich der Hochzeitszug vom Haus des Bräutigams zu dem der Braut. Als erster trat der Bräutigam ins Zimmer, wo man ihn auf dem Ehrensitz Platz nehmen liess, und zwar zwischen dem Gevatter und dem Hochzeitsvater. Die Braut wurde von einem ihr nahestehenden männlichen Verwandten (meistens ein kleiner Junge) vor den Bräutigam geführt. Dann konnte der Handel beginnen: Für wieviel wird die Braut feilgeboten? Einen wichtigen Platz nehmen in der Arbeit auch die rationalen und irrationalen Elemente ein. Schliesslich macht der Verfasser darauf aufmerksam, dass sich diese Hochzeitsbräuche bis jetzt hin sehr verändert haben, da sich das Brauchtum der Ungarn, der Bunjewatzen und der Deutschen von Csávoly sowohl bei der Hochzeit als auch zu anderen Anlässen einander strak angeglichen hat. Einige Momente der traditionellen Hochzeiten haben sich jedoch erhalten. Den Artikel des Verfassers ergänzen die von ihm gesammelten Texte von Hochzeitslieder, Melodien und Tanzbeschreibungen sowie einige Fotos aus dieser Zeit.

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