Bánkiné Molnár Erzsébet: Polgárok Kiskunfélegyházán 1890–1913. Bürger in Kiskunfélegyháza 1890–1913. (Studia Folkloristica et Ethnographica 38. Debrecen, 1996)

Privatleben, Wohnung Imre Am Jahrhundertende lebten die Kinder von Adolf Hoffer und Ma­ria Horváth in drei selbständigen Wirtschaften und Haushalten. Mária Horváth starb 1896. Im alten Haus wohnte schon Imre mit seiner Frau und seinen Kindern. Im Jahre des Todes der 71 Jahre alten Großmutter wurde Mihály Hoffer als viertes Kind am 6. Mai gebo­ren, aber im August desselben Jahres starb der 22 Monate alte Imriske. Der für die Zeit charakteristische häufige Kindestod vermied auch die Familie von József nicht. Sein zweites Kind, István, starb mit einem Jahr, 1891. Den ersten bedeutenden Schritt der Lebensführungveränderung nach dem Tod der Großmutter machte Imre. Er bat um Bauerlaubnis für ein neues Haus Nummer 1531 im IV. Zehntel, auf dem Grund­stück neben dem Griechischen Haus, das zu dieser Zeit schon Klein­stadthaus genannt wurde. Der Budapester Architekt, Géza Ziegler, entwarf den Plan des wunderschönen eklektischen Einstock- hauses. Das Bürgermeisteramt erlaubte den Bau unter der Bedingung, daß der Bauherr auch das Dachwerk des Kleinstadthauses auf eigenes Kosten umbauen soll. 42 Das neue Haus wurde inerhalb eines Jahres fertig. Der Rat stellte die Woherlaubnis am 19. April 1899 aus. An beiden Seiten des Mit­telrisalits in der Fassadenachse des symmetrischen Baublockes sind Fenster mit Muschelschalenverzierang und mit gewölbten Ober­gehäusen zu sehen. In der Mittelachse unter dem Risalit öffnete sich eine riesige Glastür auf den Balkon mit Steinsäulen. Am imposanten Rundbogendoppeltor erscheint schon die sehr be­liebte ungarische Ornamentik der Sezession. Das ganze Gebäude ­trotz seiner Größe - sieht wie ein Schmuckkästchen aus. Durch das 42 BKML. Kf. lt. I. 1882/898., I. 3592/897. 205

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