Bánkiné Molnár Erzsébet: Polgárok Kiskunfélegyházán 1890–1913. Bürger in Kiskunfélegyháza 1890–1913. (Studia Folkloristica et Ethnographica 38. Debrecen, 1996)

Die Schulung der beiden Söhne war auch für ihre Mutter wichtig. Imre, der 1870 in Budapest das Abitur ablegte, studierte an der Un­garischen Königlichen Technischen Universität, er bekam Pharma­zeutdiplom, später legte er Buchhaltungsprüfungen ab. József wurde 1880 zum Doktor der Philosophie promoviert. Ihre Mutter bestimmte die Führung der Familienwirtschaft für József, deshalb studierte er an der Wirtschaftlichen Akademie von Mosonmagyaróvár weiter, und er absolvierte da zwei Jahre. Er übernahm die Führung des Familien­besitzes 1893. Bis dahin führte ihre Mutter die Wirtschaft, und ließ Halbpachtgärtner auf einem Teil des Besitzes Tabak anbauen. Der Tabakanbau schien eine sehr nutzbringende Anbauweise zu sein. Ein sicherer Markt und örtlicher Übernahmeplatz des Tabak­blattes war die staatliche Einlösungsstelle in Félegyháza. Nach ihrem jährlichen Einkommen gelangte Frau Hoffer seit 1886 unter die Bür­ger der Stadt, die die meisten Steuer bezahlten, also unter die Viri­listen. Sie übte ihr Virilistenrecht nie persönlich, sondern - wie es damals üblich war - durch ihren Beauftragten, Mór Kun. der die Apotheke tatsächlich leitete. Das Vermögen der Familie bestand damals schon aus drei Häu­sern; in dem von Nummer 1531 wohnte die Witwe und ihre Tochter. Terézia Hoffer. In dem von Nummer 1538 lebte dr. József Hoffer und seine Frau Szidónia Endre, das von Nummer 823 war ein ge­meinsames Eigentum mit Frau Szabó. Alle drei Häuser standen nahe zueinander in der Innenstadt. Das von Nummer 1531 ist das alte Haus, das noch Adolf Hoffer auf dem aus dem Griechischen Haus abgesonderten Grundstück aufgebaut hat/' Dieses Haus bekam Imre nach seiner Eheschließung und er baute an die Stelle dieses Hauses sein eigenes neues Stockhaus. Nach der Eheschließung ließen sich sowohl Imre als auch József In Félegyháza nieder. József heiratete Szidónia Endre. Durch diese Ehe vermehrte er das Vermögen der Familie und seine Beziehungen zur Kommunal- und Staatsverwaltung wurden besser. Imre heiratete Róza Büchlbauer. Der Vater von Róza, Lajos Büchlbauer, war Post­amtsleiter, später Sparkassendirektor in Majsa. Er bewirtschaftete einen Grundbesitz von 2485 Katastraljoch, den er vom römisch­katholischen Hochstift von Erlau pachtete. 38 Sein Vermögen ist 37 BKML. Kf. lt. Tan. törv. sz. ir. Alperesek és felperesek lajstroma. 38 Gazdacímtár, 1897. 202

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