Bánkiné Molnár Erzsébet: Polgárok Kiskunfélegyházán 1890–1913. Bürger in Kiskunfélegyháza 1890–1913. (Studia Folkloristica et Ethnographica 38. Debrecen, 1996)
waren schlechte Empfehlungsbriefe für den Rat. Einen begünstigten Hausplatz konnten nur vor allem die Redempten und diejenigen bekommen, die einen sicheren finanziellen Hintergrund hatten. Diese mußten auch das übernehmen, daß sie ein solches Haus bauen, das auch für Einquartierung geeignete Zimmer und Stall hat. Er konnte nichts bauen, aber er bekam die zwei Zimmer über dem Geschäft auch für das nächste Jahr für 100 Forint Mietgebühr. 20 Das durch die Stadt als Händlerhaus gebaute „Griechenhaus" war Gegenstand der ständigen Debatten. Eine zurückkehrende Bitte des Apothekers war, seine Wohnung von denen der Händler genau abzugrenzen. Die Lage wurde dadurch noch schwieriger, daß eine Schlächterei im Hof des Händlerhauses arbeitete. Der Apotheker protestierte schon vor seiner Errichtung dagegen, aber er bezog sich auf die sanitären Forderungen vergebens. Der Lärm und der Stank wurden ständig, auf dem Hof schleppten die Hunde den ausgeworfenen Abfall der geschlachteten Tiere herum. 27 Zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Apotheke, die vom Standpunkt des Handels aus eine sehr gute geographische Lage hatte, mußte eine Lösung sowohl wegen der ständigen Interessenkonflikte als auch wegen der hygienischen Umstände gefunden werden. Der über 70 Jahre alte Ferenc Hoffer übernahm den dritten Neubeginn nicht mehr. Am 1. Januar 1850 vererbte er seinem Sohn, Adolf, sein Apothekersrecht und seinen Apothekenvorrat für 5628 Forint; sein Sohn war der tatsächliche Leiter der Apotheke schon seit 1847. 28 Adolf Hoffer, der zu dieser zeit 25 Jahre alt war, ging mit neuem Schwung an die Arbeit. Seine Stellung war ganz anders als die seiner aus der Fremde eingezogenen Eltern. Er wuchs schon in dieser Stadt auf. Seine Frau war die Tochter einer ortsansässigen, angesehenen und reichen Redemptenfamilie, Mária Horváth. Durch die finanzielle Kraft der beiden Familie und die Redemptenautorität der Familie Horváth eröffneten sich neue Wege für ihn, sich durchzusetzen. Im Dezember 1850 entschied er sich, anstatt des baufälligen städtischen Apothekengebäudes aus eigenen Kräften ein neues zu bauen. 26 BKML. Kf. lt. Prot. Pol. 17 p. 493/1833. BKML. Kf. lt. Are. 15. С 1. F. 5. No. 53/1829. 27 BKML. Kf. lt. L. 65. Cs. 13. Sz. 81/1845. — L. 65. Cs. 14. Sz. 54/1846. 28 BKML. Kf. lt. Kapitányság. Polg. perek L. 60. F.9. Sz. 32/1856. 197