H. Tóth Elvira - Horváth Attila: Kunbábony (Kecskemét, 1992)

XII. Anhang

TABELLE 1: KUNBABONY, GRAB 1 Nummern (Martin) Masse Indizes 1. (188) 8:1 (75.53) 5. 100 17:1 62.76 7. (39) 20:1 57.98 8. (142) 9:8 66.20 9. 94 9:10 75.20 10. (125) 10:8 88.03 16. 29 17:8 83.10 17. 118 20:88 76.76 20. 109 16:7 74.35 26. 121 29:26 89.26 27. 123 30:27 92:68 29. 108 48:46 73:79 30. 114 48:17 64:41 31. (89) 52:51 77.27s 32. 48° 52:51 77.78d 38. 1421(20.) 52:51a 80.95s 40. 103 52:51a 81.39d 42. (127) 54:55 50.85 43. 112 61:60 127.78 43(1). 105 63:62 89.58 44. 104 66:68 117.65 46. 103 71:70 59.37 48. 76 50. 21 51s. 44 1+8 + 17 51d. 45 3 = 14933 51/a.s. 42 51/a.d. 43 52s. 34 52d. 35 54. 30 Norma verticalis pent. 55. 59 Glabella 3 56. 38 Spina nas. ant. 1 60. 54 Fossa canina 2 61. 69 Alv. prognathia 3 62. 48 63. 43 66. 100 68. 85 68(1). 116 69. 33 70s. 64 71s. 38 71d. 37 72. 90° 73. 90° 74. 83° 75. 63° 75(1). 27° 79. 135° BESCHREIBUNG DER VERLETZUNG DES ORBITADACHES Der Knochendefekt, eine 9mm lange gebogene Lä­sion mit abgerundetem Rand, beginnt 15mm dorsal von der Mitte des Margo supraorbitalis (Tafel 4). Ne­ben der Orbita sind nur noch undeutlich Spuren zu bemerken, die auf einen geheilten Knochenriß hin- weisen. Der höchste Punkt des Knochendefektes reict nahezu bis zur endokranialen Überfläche des Stirnbeines, nur noch eine kleine schanzenartige Er­höhung weist auf die Anhaftungsstelle des Lamina orbitalis hin. Auf dem anterio-posterioren Röntgen­bild des Schädels sind die Ränder der verheilten Verletzung gut sichtbar (Tafel 5). Die übrigen Teile des Schädels zeigen keine Auffälligkeiten (Tafel 6). Der gebogene Knochendefekt setzt sich sowohl nasal als auch temporal in je einer lappenförmigen Erweite­rung fort. Der nasale Lappen ist größer, sein Rand neben der Orbita ist abgerundet. An seinem Rand neben der Stirnhöhle findet sich eine, wahrscheinlich durch die Verletzung dislozierte 13^5 mm große annähernd viereckige Knochenplatte (Tafel 4). Die temporale lappenförmige Erweiterung des Defektes ist kleiner und zeigt nur in ihrem oberen Teil Hei­lungspuren, ein frischer Bruch auf dem unteren Teil ist sicher postmortal entstanden. Der Defekt der Pars orbitalis des Stirnbeines ist im wesentlichen viereckig (19x23 mm), die vorderen Ränder gebogen. Die endokraniale Oberfläche der Squama frontalis zeigt keine Spuren von Verletzungen, dies gilt auch für die drei die linke Orbita begrenzenden Wände, den Or­bitarand sowie die linke Orbita selbst. EINE MÖGLICHE ERKLÄRUNG DER ORBITAVERLETZUNG Betrachtet man die Form des Defektes sowie die topographischen Verhältnisse der benachbarten Ge­webe und Organe so kann man zunächst einen durch einen "blow-ouü-Mechanismus zustande ge­kommenen Bruch ausschließen. Dieser Verletzungs­typus, der durch ein stumpfes Trauma von außen entsteht, ist dadurch gekennzeichnet, daß der Druck in den Weichteilen der Orbita (Augapfel, Augenmus­keln, Fettgewebe der Augenhöhle) plötzlich stark an­steigt. Dadurch wird der schwächste (untere) Teil der Orbita eingedrückt, die gebrochenen Knochenplat­ten verschieben sich, die dem Druck ausweichenden Weichteile der Augenhöhle treten nach außen und können eingekemmt werden. Blutungen, bei Einklem­mung des Augenmuskels Doppelsichtigkeit und an­dere Komplikationen können die Folge sein (Radnöt 1978). Im gegenständlichen Fall befindet sich die Ver­284

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