H. Tóth Elvira - Horváth Attila: Kunbábony (Kecskemét, 1992)

IV. Die Insignien der fürstlichen Würde: Das Zubehör des khaganischen Gürtels Kat. 1–18

Abb. 53 Pápa-Úrdomb Gürtelgarnitur aus dem 1. Grab von Pápa-Úrdomb.231 Die 8 St. mit Kugeln gerahmten, schildförmigen Pseu­doschnallenbeschläge (Abb. 53.) ziert eine Zellimita­tion mit Glaseinlage und einer Fassung, die einen ge­kerbten Draht nachahmt. Abgesehen von der am Dornansatz befindlichen eckigen Zellennachahmung steht die Öse der Pseudoschnalle dem Anhänger der Pseudoschnalle von Kunbábony am nächsten. Aus dem Fund kennen wir auch die an Steineinlagen erinnern­den Varianten der ovalen Beschläge und schildförmi­gen kleinen Riemenzungen, letztere lassen sich am ehesten mit dem Aufhängerbeschlag der Sammlung Fleissig vergleichen. Die große Riemenzunge des Fun­des steht (wie bereits von der Forschung festgestellt wurde) mit ihren schuppengemusterten Zellimitatio­231. JANKÓ: 1930, 126; Abb. 87. nen der aus dem Fund von Maloje-Perescepino stam­menden großen Riemenzunge noch näher.232. Von einer Analogie kann nicht gesprochen werden, da das Schuppenmuster letzterer netzartig angelegt ist, während das der Pápaer durch Teilung an der Mittel­achse in zwei Reihen gegliedert wurde. Rückblickend auf das Gesagte läßt sich feststellen, daß die einheimischen fürstlichen Gürtelgarnituren mit kugelgerahmten Pseudoschnallen trotz ihrer Viel­seitigkeit, Einzigartigkeit hinsichtlich der Art und Wei­se ihrer Fertigung und Zusammensetzung, ihrer Ver­zierungen und Bestandteile innerhalb des Systems ihrer weitverzweigten Beziehungen eine außeror­dentlich geschlossene Fundgruppe bilden. FHierzu können - wenn auch mit geringfügigen Abweichun­232. FETTICH: 1929, 82. 115

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