Levéltári Szemle, 34. (1984)

Levéltári Szemle, 34. (1984) 1–3. szám - ADATTÁR - Komjáthy Miklós: A breszt-litovszki béketárgyalások / 197–282. o.

deshalb nicht begründet, weil unser Entwurf ausdrücklich vorsieht dass die Neuordnung im Einvernehmen mit den Nachbarstaaten durch­zuführen ist, diese Nachbarstaaten also Gelegenheit erhalten wer­den, ihre Wünsche und Interessen zur Geltung zu bringen. Zur zweiten russischen Erklärung habe ich folgendes zu bemer­ken. Der Friede wird Russland nicht aufgezwungen. In der freien Entschliessung der russischen Regierung steht es, unsere Bedingun­gen anzunehmen oder den Krieg fortzusetzen. Bei dieser Entschei­dung soll sie sich ausschliesslich von russischen Interessen leiten lassen. Wir haben im Dezember und Januar ehrlich einen Frieden der Verständigung gewollt. Aber zu einer Verständigung gehören zwei Parteien, die die Verständigung wünschen und den guten Willen hier­zu haben wir auf der russischen Seite vermisst. Ein imperialis­tischer und kapitalistischer Friede ist das, was wir heute vorsch­lagen, nicht. Weder Annexionen, noch Kontributionen werden von uns gefordert. Die Russische Regierung hat nicht das Recht, die Auf­richtigkeit der von uns verkündeten Absichten mit der Bevölkerung der Randgebiete in Zweifel zu ziehen. Sie hat hierzu um so weniger das Recht, als wahrend der kurzen Zeit da sie um Ruder ist, zwischen ihren Worten und ihren Taten scharfe Windersprüche festzustellen waren. Mit Unrecht nimmt die Russische Regierung daran Anstoss, wenn wir der Ukraine und Finland die von diesen beiden Staaten erbetene Hilfe gewähren oder gewähren sollten. Beide Staaten haben uns um Hilfe gebieten und es gehört zu den wichtigsten Funktionen der Freiheit und der Selbstbestimmung eines Volkes, dort Hilfe zu su­chen, wo es ihm gut scheint. : \ Warum wir uns jetzt nicht wieder zur Einstellung vor der Unter­zeichung der Vertra'ge entschliessen konnten, habe ich in einer in-

Next

/
Thumbnails
Contents