Levéltári Szemle, 34. (1984)
Levéltári Szemle, 34. (1984) 1–3. szám - ADATTÁR - Komjáthy Miklós: A breszt-litovszki béketárgyalások / 197–282. o.
alte Regim welches vor der Revolution herrschte, wieder aufleben. Für die Ukraine und Finland fordert Deutschland die Nichteinmischung des revolutionären Russland, gleichzeitig aber tritt es dort aktiv zur Unterstützung der der Revolution feindlichen Kräfte gegen die revolutionären Arbeiter und Bauern auf. In offenbaren Widerspruch mit den Bedingungen, welche seine Regierung im Ultimatum von 21. Februar aufgestellt hat, erzwingt Deutschland im Kaukasus zugunsten der Türkei die Abtretung für Gebiete Erdehan, Kars und Batum, welche im Laufe dieses Krieges niemals von türkischen Truppen erobert wurden, und die ganz ohne Einvernehmen mit dem wirklichen Willen der Bevölkerung dieser Gebiete. Ganz offene und gewaltsame Annexionen, das Ansichreissen der wichtigsten strategischen Punkte, was nur eine zum Ziel haben kann, nämlich die Vorbereitung einer neuen Dffensive, gegen Russland, den Schutz der kapitalistischen Interessen gegen die Arbeiter- und Bauern-Revolution - das sind die wahren Ziele, welche der Vormarsch der deutschen Truppen, die am 19. Februar ohne Einhalten der siebentägigen Kündigungsfrist, welche im Waffenstillstandsvertrag vom 15. Dezember 1917 zwischen Russland und Deutschland vorgesehen war, erstrebt. Dieser Vormarsch wurde nicht eingestellt, trotz der Erklärung des Rates der Volkskommissare, dass er die Bedingungen des deutschen Ultimatums von 21. Februar annimmt. Dieser Vormarsch wurde nicht eingestellt trotz der Wiederaufnahme der Arbeiten der Friedenskonfeferenz in Brest Litowsk und trotz des offiziellen Protestes den die russische Delegation eingelegt hat. Eben dadurch werden sämtliche Friedensbedingungen, welche Deutschland und seine Verbündeten jetzt stellen, zu einem Ultimatum, das Russland gestellt wird und das von den Verfassern dieses Friedensvertrages durch Drohung einer direkten bewaffneten Gewaltanwendung unterstützt wird. 264 i