Levéltári Szemle, 34. (1984)

Levéltári Szemle, 34. (1984) 1–3. szám - ADATTÁR - Komjáthy Miklós: A breszt-litovszki béketárgyalások / 197–282. o.

ausser den kürzesten Wegen über Kars, auch noch die einzigen Um­gehungswege, die über Erdehan führen in die Hand des Gegners gera­ten. Schliesslich wird der Verlust von Batum dem Gegner erlauben, nach der Landung von Truppen in diesen Hafen schnell in die Taler der Flüsse Bion und Kura einzudringen und von Westen auf Tiflis vorzurücken, so hat der Übergang der Gebiete von Batum und Kars in die Hände der Türkei eine entscheidende Bedeutung, im Sinne der Vernichtung der Verteidigungsfähigkeit des südlichen Kaukasus und ist entscheidend für den Fall des politischen und Verwaltungzent­rums des ganzen Kaukasus für Tiflis. Gleichzeitig muss bemerkt werden, dass Russland damit den einzigen ausgebauten Hafenplatz für Kriegsschiffe im südlichen Teil der Schwarzen Meerküste verliert, wodurch in erheblichem Masse seine Verteidigungsfähigkeit geschwächt wird. Gleichzeitig muss bemerk werden, dass die Ansprüche des otto­manischen Reiches auf die genannten Gebiete anscheinend gänzlich unbegründet sind, diese Gebiete sind im Laufe des gegenwartigen Krieges niemals in die Gewalt der Türken übergegangen und als Er­gebnis der Ka'mpfe befinden sich die türkischen Truppen in erhebli­cher Entfernung von ihnen. Die Einführung des türkischen Protektorats über diese Gebiete ist ohne jede Uebereinstimmung mit den Willen der lokalen Bevöl­kerung erfolgt, für die inzwischen die Arbeiter- und Bauernregie­rung Russland das volle Recht auf nationaler Selbstbestimmung aner­kannt hat. Vergewaltigung der lokalen Bevölkerung, Eroberung von Gebieten und Vorbehalt zu neuen Eroberungen so kennzeichnen sich die neuen Forderungen, welche von Deutschland und seinen Verbünde­ten schon nach den 21. Februar neu formuliert worden sind. Indem die russische Delegation es für ihre Pflicht hält, den 261

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