Levéltári Szemle, 34. (1984)
Levéltári Szemle, 34. (1984) 1–3. szám - ADATTÁR - Komjáthy Miklós: A breszt-litovszki béketárgyalások / 197–282. o.
gedacht, Russland zu vergewaltigen. Wenn wir heute gezwungen sind, einen Friedensvertrag in einer bestimmten, auf drei Tage festgesetzten Frist zu zeichnen, so ist dies nur das logische Ergebnis jener nicht weitschauenden Politik, die Russische Regierung selbst geführt hat. Herr Sokolnikow: Ich bin der Ansicht, dass die Aeusserungen , die hier der Herr Vorsitzende der deutschen und der österreichischungarischen Delegation gemacht hat, keinerlei Zweifel hervorufen können; und ich nehme den Vorslag bezüglich der Unterzeichnung eines provisorischen Protokolls und der Beibringung der übrigen Texte an. Ich glaube, dass wir auf keine Schwierigkeiten stossen werden, wenn wir den türkischen Text in einer Sprache einigen, die in gleicher Weise für uns wie für die türkische Delegation verstandlich ist. Ich bin auch der Ansicht, dass der Vorschlag des Herrn Vorsitzenden der bulgarischen Delegation den Gegenstand einer besonderen Besprechung bilden könne. Ich schlage vor, die Termine anzugeben, innerhalb welcher die Texte in den entsprechenden Sprachen vorzulegen waren. Gesandter v. Rosenberger: Zu dieser Frage, innerhalb welcher Frist die verschiedenen Texte vorzulegen wären, mächte ich mir die Antwort bis morgen vormittag vorbehalten. Exzellenz v. Mérey: Ich möchte meine früheren Ausführungen nur noch in einem Punkte erganzen. Ich bin nahmlich in der Lage, zu erklaren, dass ich bereits den ungarischen Text des eigentlichen Friedensvertrages bei der Unterschrift beizubringen in der Lage sein werde. Die nachtragliche Beibringung der ungarischen Texte bezieht sich somit nur auf den Additionalvertrag wirtschaftlicher Natur und auf den Zusatzvertrag juristisch-politischer Natur. 24 9