Levéltári Közlemények, 83. (2013)
Forrásközlések - Cziráki Zsuzsanna: Szemelvények Melchior Klilesl és a bécsi Titkos Tanács 1611 és 1613 között keletkezett, erdélyi vonatkozású írásos véleményeiből
Cziráki Zsuzsanna: Szemelvények Melchior Khlesl erdélyi vonatkozású véleményeiből moviren. Nun sein die lännder in drey theil abgetheilt. Ettliche sein nicht catholisch, dise wollen Ir M[ajestät] nit armirt und erhebt haben, weil ier gewissen böß ist, und sie allezeit d[a]ß ärgische vermuetten. Daher sie sich öffentlich vernémben lassen, seyen Ir M[ajestät] armirt, so werden sie, waß sie in religionssachen zuegesagt, aufheben, die uncatolischen vervolgen. Derowegen seye inen lieber, vom türggen und tartam, alß christen ausgerothet zuwerden. Bewilligen dann dergleichen pro forma ettwas, so thuen sie es mit so vilién conditionen, Vorbehalten, und machen solche instructiones der obristen, d[a]ß sicherist, nichts, als etwas weniges bbundbb conditionirtes zuhaben. So wollen diese tender absond[er]lich nichts bewilligen, die lännder kommen dann zusamen, geschiecht diß: Hat man sich lautterer confoederationes, Widersetzungen, und dergleichen, zubefahren. Geschweigendt, daß dises ein neuerung, böser eingang, und solches stücklein ist, durch welches die privat persohnen ire böse intentiones weniger vermercket kinnen hinauß ruckhen, und daß ganze werckh auf vil monath und zeitt verzüehen. Der ander theil, sein catholisch, deren ettliche so forchtsamb und voller respect, daß sie alles dises reden und approbiren, waß die uncatholischen vor inen gesagt haben. Andere auß denen, sein so verbittert, malcontent und offendirt, sie wolten die ganze weltt gienge zu poden, wann nur sie sich rächen kundten. Welche vil vermessner und schädlicher, alß die ersten sein, deren intentiones dise alle approbiren und dirigiren. Die dritten catholischen mög[en] leiden, das fridt seye, und sie bey iren zeitten fridt, und nicht vil gefahr oder molestirn haben, es geschehe mit nutz oder schaden, mit Irer K[ayserlichen] M[ajestät] authoritet oder nicht, wie solches nur sein kan. Darauß abzunemmen, waß sich auf diser länder hilff zufundiren und zuverlassen. Die hilffen im reich, sein halbirt, bey dem ainen theil wenig zuhoffen, in bedenckung dieselbe conditionaliter verwilligt: Im fall nemblich kein ung[e]legenheit im reich außkommen, und die rechtliche executiones der processen, nicht aufgehaltten werden. So sein die termin so weit, daß sie wenig nutzen, und man auf dieselben nichts aufbringen kann. Der ander theil aber, alß die ungehorsamen, so nichts verwilligt, ist auch nichts zuhoffen, alß nur mit unmüglichen conditionen. Der außländischen fürsten hilff, ist gar nichts, der fürnembste als der bapst, gibt nichts, der könig von Hyspänien so schlecht, tmd mit solchen conditionen und so unglegener zeitt, daß auch dieselben nichts sein, oder sich darauf zuverlassen. Von denen übrigen ist nichts zugedencken, und obligiren sich allein Ier M[ajestät] vil, dagegen bekhommen sie nichts, als einen bösen namen irer armueth. Da man beinebens die expens auf neues volckh, abzahlung der alten gränizer resst, derselben beclaidung, für die vesstungen und newes volckh proviantirung, versehung mit munition und aller notwendigkeiten, sowol im veldt, alß in denen gränizheusern, bestellung der obristen ämbter, erpauung der vesstungen und dergleichen] notwendigkeiten be- dencket: Werden die bewilligungen dreyfach, wie sie conditionirt, darzue nicht erkleckhen. Dann soll man nur zu bestellung 10 M mann 160 M f monatlich haben: So ist unmüglich diser zeitt diß zuerhalten, eben so wenig künfftiger zeitt einen formatum exercitum zubestellen. Wo man nun deß uncostens nicht gewiß versichert, volgen notwendig lauttere meutereyen, rebellionen, verderbung landt und leuth etc. dardurch hetten die königreich und länder, so ohne d[a]ß Ier M[ajestät] zuarmiren widersynnig, gelegenheit, gleichesfahls bb betoldás 363