Levéltári Közlemények, 74. (2003)
Levéltári Közlemények, 74. (2003) 1–2. - FORRÁSKÖZLÉSEK - Tuza Csilla: Egy miniszteri biztos jelentése Zemplén megyéről 1850-ben / 269–299. o.
298 Forrásközlések des Kastellans, der Sicherheits-Kommissáre, der Ingenieure. des Seidenbau-Kommissárs, des Physikus, der Wundárzte, endlich des Veterinárarztes. Diese Instruktion liefert das vollkommenste Bild der früheren zum Theil noch bestehenden Komitatsadminsitration, und enthalt manches Keim des Guten, der einer Pflege werth wáre. Die Robotreste der ehemaligen Unterthanen, Waldexcesse, Klagen wegen nachtheiliger Kommassationen, u. d. g. bescháftigen die Stuhlrichter am meisten. Diese sind nicht ohne Geschick, alléin sie können die Suprematie des magyarischen Elements nicht vergessen. Ein Bild der Komitatswirksamkeit in der náchstvorausgegangenen Zeit gewahrt nachstehende Übersicht über die Geldgebahrung der Domestikalsteuerkasse des Komitats im Jahre 1847/8. Bezahlt wurde an Kriegssteuer fúr die durch Brand Beschádigten 3231 f an Besoldungen 15 832 f an Konventionen 14 733 f an Diurnen und Reisespesen 1818 f an Schreibmaterialien 1540 f fúr Arrestanten 8726 f fúr den Diözesanbischof 4586 f fúr den Strassen- u. Brückenbau 16 063 f fúr die Reparatur der Komitatsgebáude 2854 f fúr Militargebáude-Reparatur 2510 f fúr die Militarverpflegung 59 371 f an Deperditen 15 062 f an Vorspann fúr Beamten u. Konventionirte 15 050 f an gemischten Ausgaben (Meistens Sanitátsauslagen) 12 1795f fúr elternlose Waisen 1171 f Es steht fest, dass die Komitate sich in Art der Stádte verwalteten. das ganze Gebiet stellte ein stádtisches Weichbild vor, ihre Beamten bezeichneten sie mit der Benennung eines Magistrats. sie haltén einen kleinen und einen grossen Ausschuss, ein Práliminare fúr die Domestikalauslagen. eine Rechnungs-Zensur innerhalb des Komitats, und lediglich eine Oberaufsicht im Centrum des Landes. Insbesondere náherte sie das Práliminarwesen der stádtischen Idee. Jahrlich praliminieren, und innerhalb des festgestellten Posten mit den bewilligten Summen gebahren. ist die Seele einer fruchtbringenden Komitatsverwaltung, nur hindurch kann Ordnung, Übersicht, die Möglichkeit einer Kontrolié, und schrittvveisen Entwicklung aller Zweige der Adminsitration begründet werden. Die Komitate würden durch dieses System den Stadt- und Landgemeinden zum Muster dienen, und der Sinn fúr Ordnung und klage Sparsamkeit wird sich in weiten Umkreisen Segen bringend verbreiten. An diese Práliminare müssten sich jahrlich Rechenschaftsberichte anreichen, aus denen man besser, als durch andere Mittel den Fleiss und das Geschick der Komitatsleiter erkennen würde. Die Josephinische Gesetzgebung legte auf derlei Rechenschaftsberichte mit Recht ein grosses Gewicht. Bei allén Privatadministrationen und Aktien-Gesellschaften finden sie sich, nur in der politischen Adminsitration sucht man sie ergebens. Das Práliminar fúr die Domestikalsteuer des Jahres 1847/8 im Zempliner Komitat betrug 132 116 f. Der Kassenstand fűr Márz waren 6269 flM. Der áltere Rückstand ist nicht ermittelt, eben so wenig ist bis jetzt fúr 1850 eine regelmássige Domestikalsteuer-Umlage zu Standé gekommen. Der Kriegssíeuer-Voranschlag fúr 1847/8 war 74 170 f. Der Kassastand fúr Márz 4209 f, der altere Rückstand betrágt: 94 521 f. Für 1849/50 ist keine ordentliche Umlage geschehen.