Levéltári Közlemények, 74. (2003)

Levéltári Közlemények, 74. (2003) 1–2. - FORRÁSKÖZLÉSEK - Tuza Csilla: Egy miniszteri biztos jelentése Zemplén megyéről 1850-ben / 269–299. o.

296 Forrásközlések Was das Schulwesen betrifft, so záhlt die katolische Konfession 72 Volksschulen mit 80 Lehrern und 3269 Schülern, die evangelische 10 Schulen mit eben so viel Lehrern und 332 Schülern, die helvetische 88 Schulen mit 95 Lehrern und 2949 Schülern, die griechisch unierte hat nur 8 eigentliche Schulen, wáhrend 63 Schulsinger den Unterricht nebenbei besorgen. Die I lebráer behelfen sich mit Hauslehrern, auch besitzen sie in Ujhely eine durch Küstenbaum gestiftete jüdische Normalschule, die 30 Schüler záhlt, zwei Lehrer hat, und worin nebst den Elementargegenstande Geographie, Geschichte, Technologie, Naturlehre und das Zeichnen gelehrt wird. Sie hat einen Fond von 40 000 FIM. Vor der Revolution hatte sie 86 Schüler. Diese Schule ist einer besonderen Ausbildung fáhig. und verdient wegen des darin vorherrschenden deutschen Elements einen besonderen Schutz. Eine interessante Anstalt ist das reformierte Collegium zu Patak, welches aus einer Normalschule, einem Gymnasium, einer theologischen. juridischen und philosophischen Lehranstalt besteht. Die theologische Fakultat ist mit somiletischen Übungen fúr Geistliche, und einem Vorbereitungskurse Fúr Schul-Lehrer verbunden. Die Lehrgegenstánde sind die mit derlei Anstalten gewöhnlich verknüpften. Die Unterrichtssprache ist durchvveg die Ungarische. Die Professoren vverden von dem helvetischen Konsistorio diesseits der Theiss ernannt, sie beziehen Gehalte und Deputate, und habén Naturalwohnungen. Die Bibliothek hat bis 20 000 Bánde. Das Collegium hat eine Münzsammlung. ein physikalisches Museum, eine Naturalienkabinett, einen Musiksaal. eine Zeichenschule und eine Buchdruckerei. Es besitzt eigene Gebáude, einen Meierhof, endlich Kapitalicn von beiláufig 80 000 flM. Auch hat es einen Stipendienfond von beiláufig 6000 flM. Die Bibliothek hat ein Kapkal von etwa 2000 flM. Die Schüler erwerben sich einige Unterstützung durch die sogenannten Legatien, das ist Wanderungen durch die Gemeinden, wo sie Gastpredigten haltén, und dafúr renumeriert vverden. Die Oberleitung hat das Konsistorium diesseits der Theiss. lm Orte selbst steht an der Spitze der Anstalt der Rektor, die ökonomischen Geschafte besorgt ein Praeceptor, die jáhrlich gevváhlt wird. Seine Rechnungen unterlegt er dem vom Konsistorio gewáhlten Ausschuss. Das Áussere des Kollegiums ist empfehlend. Man sieht den Einfluss der Magnaten. Nur ein rückwártiges Gebáude ein ehemaliges Minoritenkloster, ist armlich. Die Bibliothek ist ausgezeichnet. Die Wohnzimmer der Studenten sind burschenartig. die Buchdruckerei arbeitet meist mit Schulbüchern. der Musiksaal hat wahrhaft skandalöse Flügel von vorsündfluthlicher Konstruktion und ohrenzerreissender Stimmung. Einige Tasten sind von weichem llolz. Die Zeichenschule ist sehr kláglich. Die Kunst ist kein Schoosskind der Pataker Musen. Die Professoren sind zum Theile gescheute auf auslándischen Universitaten gebildete Mánner, zum Theile vvahre Pickwickier gestalten. Die Studenten habén den Ruf eines besonderen Katzenmusiktalentes und der Vorliebe fúr Spirituosa. Wenige unter ihnen sprechen gebrochen deutsch, eben so vvenige latéin man hört nur Ungarisch. Für die Erziehung durch das Lében und den Umgang kann in dem kleinen Patak, wo die Studenten den Ton selbst angeben, vvenig geschehen. Sie konservieren ihre Dorfmanieren bis in die höchsten Studienjahre; sie waren die Pflanzschule der Juraten und Landtags-Gallerie­Polterer. Jetzt sind sie etvvas zahmer. Es vvürde die Wissenschaft nichts verlieren, und die Lebensart der Studenten gewinnen, vvenn man die juridische Fakultát eingehen liesse, und die Schüler dieses Faches zwánge, und eine wirkliche Stadt zu ziehen, wo die Leute manierlich sind, z. B. nach Kaschau. So schwer es auch sein wird in das Collegium einigen deutschen Unterricht zu bringen, so wird diess doch mit Rücksicht auf die Bedürfnisse des Landes in der neuen Ordnung der Dinge unausweichlich sein. Ervváhnung verdient das Piáristengymnasium zu Ujhely, das sehr besucht ist. Es beobachtete in den Wirren keine lobenswerthe Haltung, und ist auch in anderen Beziehungen schvvach. Eine Perle unter den jüdischen Lehrern ist der Lehrer Schönmann an der Kástenbaumischen Anstalt, ein wissenschaftlich gebildeter, fúr sein Fach begeisterter Mann.

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